01.09.2005
Hallo, hier ist die Lady Cindy!
Also, wir waren ja doch ganz schön erleichtert, als sich die Unruhe nach dem fiesen Rohrbruch in
Birch House langsam wieder zu
legten schien. Dauernd fremde Leute in unseren Gemächern,
die darüber hinaus nur Dreck und Lärm produzierten, nee - das war nix für uns!
Aber, irgendwie sollten wir einfach nicht zur Ruhe kommen...
Weil man ja gerade so schön dabei war, Schäden zu beseitigen und einiges zu erneuern, beschlossen
Guido und Marion zu allem Unheil
auch noch, das Schlafzimmer zu renovieren. Es fing damit an, dass
die beiden einen unglaublichen Stapel an riesigen Kartons in der Diele
auftürmten. Das war ja
eigentlich noch ganz lustig, denn auf jeden neuen Karton müssen wir uns selbstverständlich erst
einmal drauflegen.
Aber dann kreiste plötzlich der Hammer:
Mein geliebter, riesiger Schlafzimmerschrank, mit den tollen Schiebetüren die ich sogar ganz alleine
aufmachen kann, wurde leergeräumt und sein Inhalt in etliche Umzugskartons gepackt. Lady Mandy
und ich waren natürlich völlig im Stress,
weil wir ja, wie gesagt, jeden neuen Karton erst mal erklettern
und belegen mussten... Als der Schrank dann endlich mal leer war, geschah Unglaubliches:
Unser Personal baute ihn fluchend auseinander und schmiss ihn, mit grosser Anstrengung - aber auch
nicht ohne Freude, einfach aus dem Fenster in den Garten!
Ich war entsetzt - wo sollte ich mich denn in Zukunft verstecken, wenn Gefahr droht? Schnell flitzte
ich mit Mandy ums ganze Haus, um die Reste meines
Flucht-Schrankes zu begutachten, aber ohne
einen puzzlebegeisterten Schreiner da war wohl nichts mehr zu machen...
Marion und Guido hatten sich aber offensichtlich gerade erst warmgebrasselt: Denn jetzt fingen sie
auch noch an, unser Bett teilweise zu demontieren!
Matratzen wurden an die Wände gestellt und die
Beiden drehten das ganze Bett in die entgegengesetzte Richtung.
Oh nein, wie sollten wir uns nur jemals wieder in diesem unerhörten Chaos zurechtfinden?
Kaum stand unser Bett völlig falsch im Raum,
wurden neugierig die schönen, grossen Kartons in der
Diele aufgerissen.
Nach und nach holte unser Personal eine unglaubliche Menge an Brettern und
Holzteilen aus den Kartons, die sie wenig stilsicher im Schlafzimmer
verteilten. In allen Ecken lagen
Kartonfetzen, Bretter, öliges Papier und Metallteile - es sah schrecklich aus, wie in einem Schweinestall!
So erklärt sich dann wohl auch der Begriff "Landhausstil"...
Scheinbar waren Guido und Marion von der neuen Anmutung unseres Schlafgemaches
auch nicht so
wirklich überzeugt, denn nun griffen die Beiden selbstbewusst zum Akkuschrauber und aus den vielen
Bretten erwuchsen,
auf mysteriöse Weise, zwei völlig neue Kleiderschränke. Die Schränke machten
sogar einen ganz stabilen Eindruck, auch wenn die Befestigung der
Rückwände von schmerzlichen
Missverständnissen zwischen den Geschlechtern geprägt war:
Marion: "Eigentlich könntest Du ja jetzt anfangen zu Nageln!"
Guido: " Schon - aber lass uns lieber erst mal die Schränke aufbauen..."
Nachdem der Schmerz an Guidos Schienbein dann nachgelassen hatte, bauten die Beiden noch schnell
ein Kommödchen auf und betrachteten voller
Stolz ihr Werk. Es wurde noch hier und da geputzt und
geschoben, aber dann stand irgendwann alles an seinem Platz und wir Katzen leider mal wieder
völlig auf dem Schlauch...
Nichts war mehr so, wie wir es kannten - obwohl, schlecht sah das ja nicht aus.
Mandy beschnupperte als Erste die neuen Möbel und stellte erfreut fest, dass uns wenigstens unser
bekanntes Bett geblieben war, auch wenn
es völlig ungewohnt im Raum platziert war. Ich machte mich
sofort daran den Mechanismus der neuen Schranktüren zu erforschen, aber keine Schiebetür
weit und
breit. "Blowingcake", wie der Engländer sagt - Pustekuchen!
Wie sollte ich denn jetzt in den schönen, neuen Schrank kommen, wenn der so gar keine Schiebetüren
hat?
Lady Mandy meinte, dass das bestimmt Absicht war, weil ich immer alle Hosen und Mäntel
angefusselt hätte, aber so was würde ich doch nie machen...
Nach all der Aufregung, sprangen wir erst mal aufs Bett um uns vom Renovierungsstress zu erholen,
doch irgendwie lagen wir dauernd falsch!
Mandy lag an meinem Fussende, dass jetzt allerdings genau da war, wo früher Mandys Kopfende war!
Ausserdem war das Fenster auf der völlig falschen Seite! Wir probierten alles Mögliche aus, legten uns
in alle Ecken des Bettes, aber jedes Mal lagen wir total verkehrt. Völlig irritiert und ermattet von der
ganzen Turnerei, schliefen wir dann irgendwann mitten auf dem Bett ein...
Als wir wieder aufwachten, waren schon fast alle Kartons wieder verschwunden und vieles auch schon
wieder aufgeräumt, aber ich befürchte, Mandy und ich werden wohl trotzdem noch einige Tage
brauchen, bis wir uns in unserem Schlafzimmer wieder auskennen.
Guido und Marion sind ja von ihren Änderungen ganz begeistert, aber ich habe da schon einen ganz
tollen Verbesserungsvorschlag:
Man könnte doch ganz bestimmt in eine Tür vom Kleiderschrank ein sehr dezentes Katzenkläppchen
einbauen - find ich jedenfalls!
Aber da wollen wir mal lieber nicht sofort mit der Tür in den Schrank fallen...
Klick mich an !
Dann behaltet mal besser schön den Überblick:
Eure liebe Lady Cindy

01.10.2005
Cheers - ich bins,
die Lady Mandy!
Also, mal im Ernst, wir sind ja doch ziemlich froh, dass jetzt mal Schluss ist mit der blöden
Möbelverdreherei.
Es hat zwar noch ein paar Tage gedauert, aber dann haben wir uns wieder prima
zurechtgefunden und jetzt können
wir sogar vom Bett aus in den Garten spechten! Das ist ne prima
Sache, weil man schon direkt nach dem Aufstehen
sehen kann, wer sich da mal wieder so rumtreibt.
Ausserdem sollen wir unseren Kistenkater Karim im Auge behalten,
weil sein Frauchen für eine Woche
auf Dienstreise muss. Er wird zwar von einer Vertretung gefüttert und ins Haus gelassen,
aber das
Kerlchen ist ja eigentlich eh den ganzen Tag auf Patrouille in Birch House Gardens unterwegs.
Dabei kommt er
natürlich immer wieder mal vorbei um ein paar Leckerchen zu verpinseln, oder um
sich von unserem Personal streicheln und
loben zu lassen: "Du bist ein guter Jung..."
Aber als der Jung dann am Dienstagmorgen bei uns im Wohnzimmer auftauchte, gefiel er uns so gar
nicht:
Er muss sich wohl am Vortag mit irgendwem übel gekloppt haben, denn plötzlich hatte er eine
hässliche Bisswunde
an der rechten Schulter. Guido inspizierte unser Männelein provisorisch und war
nicht wirklich begeistert...
Karim hingegen leckte nur mal kurz über seine Wunde und verschwand wieder voller Tatendrang im
Garten.
Wie das ja nun immer so ist, musste unser Personal aber erst mal arbeiten fahren und konnte
sich nicht weiter um den kleinen
Kriegsversehrten kümmern. Am Nachmittag dann, erwischte Guido
den ratzenden Karim auf unserer Balkonbank. In der Wunde hatte
sich mittlerweile ein fieser Abszess
gebildet und ehe Karim so richtig wach war, hockte er auch schon in unserem gepflegten
Transportkörbchen. Seltsamerweise fand er das ganz prima und setzte sein Nickerchen in unserem
Körbchen ungerührt fort.
Guido jedenfalls packte sich das müde Henkelmännchen und verschwand mit
ihm im Auto. Auweia - Lady Cindy und mir war natürlich
völlig klar, wohin die Reise gehen würde!
Denn wer in unser geflochtenes Wohnmobil einsteigt wenn das Türchen dran ist, liefert sich
selbstlos
der Schulmedizin aus und wird erst wiederkehren, wenn er ganz fürchterlich nach Tierarzt riecht!
Karim allerdings, hat sich dabei laut Guido, sogar noch als ein durchaus begeisterter Autofahrer
erwiesen, tss - Männer...
In der Praxis ging es dann aber richtig rund - Grande Casino sozusagen:
Kaum wurde unser Kistenkater auf den Behandlungstisch gesetzt, randalierte er aufs
Energischste!
Dabei platzte dann auch vorteilhafterweise sofort der Abszess auf und grauenhaft stinkender Eiter
verteilte sich gleichmässig
auf alle anwesenden Personen. Davon jedoch nur kurzfristig benebelt,
setzte Frau Morlak sich letztendlich durch und Karim eine Spritze
mit Antibiotika.
Nach der anschliessenden Desinfektion der Bisswunde, durfte Karim zurück ins Körbchen und Frau
Morlak nutzte die Gelegenheit
um ihre Assistentin erst mal notdürftig zu verbinden...
Kaum wieder zu Hause angekommen, legte Karim sich lammfromm, aber leider doch wie befürchtet
riechend, auf die Balkonbank und liess sich von
Marion mit Leckerchen füttern und ausgiebig bedauern.
In Tierarztkreisen jedoch, wird man sich wohl noch lange vom "Morlak-Massaker" erzählen...
Die nächsten Tage hindurch hatte unser Personal natürlich ein scharfes Auge auf Karims Verletzung,
die leider nicht richtig abheilen wollte,
weil der Jung halt dauernd mit seiner rauen Zunge daran leckte
und auch noch weiterhin wie wild durch die Bäume turnte.
Als sein Frauchen dann zurück war, riet Guido ihr zu einer Nachuntersuchung unseres kleinen
Freundchens - mit wirklich unvorstellbaren Folgen:
Es war so gegen 20 Uhr abends, als Lady Cindy vor Schreck von der Balkonbank fiel, um dann böse
knurrend den Weg ins sichere Schlafzimmer
zu suchen! Es war unglaublich, aber auf unserem
Balkontisch war soeben ein Ausserirdischer gelandet - eindeutig an der Satellitenschüssel
um den Hals
zu erkennen!!! Geistesgegenwärtig duckte ich mich hinter das Sofa und meldete den Überfall mit einem
lauten "Iiiiihiiiiiik!!" (Guido - schnell!!).
Guido sprang auch sofort auf und stellte sich entschlossen der galaktischen Bedrohung mit den Worten:
"Ooooch - kleines Männelein..."
Dann pflückte er den Ausserirdischen heldenhaft vom Balkontisch und trug ihn auf dem Arm sogar ins
Wohnzimmer.
Dort auf dem Parkettboden der Tatsachen abgesetzt, erkannten Cindy und ich im
Zentrum der Empfangsanlage das Gesicht von unserem Karim!
Natürlich waren wir ganz schön
erleichtert, dass es sich nur um unseren Katerkumpel handelte, auch wenn er schon wieder so fies
nach Tierarzt roch.
Glücklicherweise verheilte die Wunde vorbildlich, nachdem Karim erst mal auf den Trichter gekommen
war und schon wenige Tage
später durfte Guido in einer feierlichen Prozedur die Satellitenschüssel
vom Hals des Männchens entfernen.
Selbstverständlich war Karim total begeistert und auch uns fiel ein
Stein vom Herzchen, weil er jetzt wieder ganz der Alte war.
Sah ja auch irgendwie sehr unvorteilhaft aus, mit dieser blöden Schüssel am Hals
und der Fernsehempfang soll auch nicht der Rede wert gewesen sein...
Klick mich an !
Dann macht's mal gut und bleibt gesund
:
Eure Lady Mandy

01.11.2005
Buhuuuu erstmal, hier ist Lady Cindy!
Da sind wir ja doch ganz schön froh, dass bei unserem Halloweenausflug mal wieder alles gut
gegangen ist.
Glücklicherweise können wir uns ja auf ein bewährtes Team an Pupssuchern verlassen,
die unser Halloweenrätsel
lösen und uns immer wieder aufspüren und sicher nach Hause geleiten.
Als allererste tauchten unsere treuen '
Hexen Kätzchen' auf und schon wenig später war der edle Retter-
Ritter '
Sir James' zur Stelle, um uns in der gruseligen Ruine die Angst zu nehmen. Auch 'Merlin' wurde
von seiner Spürnase sicher zu uns geführt. Gemeinsam konnten wir
dann den langen Heimweg
antreten, denn immerhin befanden wir uns ja auf
Whitby Abbey,
am Rande der North Yorkshire Dales.
Wenigstens war es nach all der Aufregung erstaunlich ruhig in Birch House:
Kein verletzter Kistenkaster, keine neuen Möbel oder verdrehte
Betten, nicht mal eine frisch
gestrichene Wand konnten wir finden. Zuerst dachten wir ja schon, unser Personal wäre
möglicherweise in so eine Art Heimwerkerkoma gefallen, aber glücklicherweise waren die Beiden ganz
gesund und
wohl nur einfach etwas faul gewesen. In dieser entspannten, ruhigen Atmosphäre und
bei dem prächtigen Herbstwetterchen,
hielten wir es durchaus für angemessen, uns mal wieder
ausgiebig im Garten umzusehen. Also schnupperten wir uns an
den Blumenbeeten entlang und
bewunderten die mittlerweile goldenen Blätter an unserer Birke und natürlich unseren
Kumpelkater
Karim, der wie von der Tarantel gestochen, die fallenden Blätter jagte. Das ist natürlich ein Anblick den
man
gerne sieht, denn eigentlich wär das ja mal wieder unser Job gewesen, aber in unserem gesetzten
Alter muss man auch
mal die Jugend zum Zuge kommen lassen. Somit legten wir uns erst mal bequem
neben den Grinsekürbis auf die Gartenbank
und standen Karim mit wertvollen Tipps und gut gemeinten
Anregungen hilfsbereit zur Seite. Während das Bürschchen noch
fleissig an der Verfeinerung seiner
Laubfangtechnik feilte, bemerkten wir plötzlich ein hektisches Gehusche im Holunderbaum über uns!
Sofort spechteten wir hoch ins Astwerk um dort eine liebe Bekannte auszumachen:
Es handelte sich eindeutig um unser
allerliebstes Eichhörnchen Ruby, welches bepackt mit einer Nuss
seiner Wahl, also einer Walnuss, durchs Geäst flutschte!
Erstaunlicherweise war Ruby nicht alleine
unterwegs, denn unter Missachtung des gesetzlichen Mindestabstandes folgte ihr
ein weiteres Hörnchen,
welches sich offensichtlich von Rubys putziger Ausstrahlung magisch angezogen fühlte...
Das Geraschel im Holunder war natürlich auch unserem Kistenkater Karim nicht entgangen und ehe
wir uns versahen,
war allem Anschein nach sein jugendlicher Jagdtrieb geweckt!
Jetzt muss man allerdings wissen, dass Karim ein grosser
Freund von warmen Croissants ist, die man
hier in Köln der Einfachheit halber meistens "Hörnchen" nennt. Natürlich war es mal wieder
unser
Guido, der Sonntagsmorgens mit den Worten:
"Will der Jung noch ein Stückchen lecker Hörnchen haben?" dem Männelein
das kalorienhaltige
Backwerk ins Schnäutzchen gesteckt hatte... Kein Wunder also, dass Karim plötzlich ganz scharf auf
"lecker Hörnchen" war!
Zum Glück konnten wir gerade noch noch das Schlimmste verhindern und dem
Bürschchen beibiegen, dass Eichhörnchen nicht gleich Hörnchen ist.
Freundlicherweise hat Karim das auch gleich eingesehen und da er ja eh noch zu tun hatte, sah man
ihn kurze Zeit später wieder
den fallenden Blättern hinterher hechten. Jetzt waren wir allerdings schon
ein bisschen neugierig geworden, weshalb da dauernd ein zweites
Puschelchen hinter unserer kleinen
Ruby durch die Äste sprang und bei genauerer Betrachtung sogar friedlich neben ihr auf dem Ast
sitzen durfte?
Da Karim sich sich ja schon liebevoll um unser Herbstlaub kümmerte, nutzten wir die so entstandene
Freizeit um zusammen mit Guido und Marion
die Vorgänge in den Baumwipfeln unseres Reviers
genauer zu beobachten. Dabei stellte sich bald heraus, dass Ruby und das Verfolgerhörnchen
sich augenscheinlich bestens verstehen und allem Anschein nach dem Frühling in einem gemeinsamen
Kobel hoffnungsvoll entgegensehen...
Auch unser Personal war ausserordentlich verzückt über Rubys glückliche Partnerwahl und beschloss
sofort den frisch vermählten Puschelmann
auf den Namen "Rubinio" zu taufen.
Dieses freudige Ereignis musste nach Ansicht von Guido und Marion auf jeden Fall feierlich begossen
werden
und da traf es sich natürlich gut, dass der von den Beiden im Sommer aufgesetzte
Weihnachtslikör mittlerweile verkostungsreif war...
So konnte es geschehen, dass noch am selben Abend in Birch House eine lustige Hochzeitsfeier
stattfand, auch wenn
wir die eigentliche Trauung wohl irgendwie verpasst hatten.
Aber man kann ja eh nicht auf jeder Hochzeit tanzen...
Klick mich an !
Dann erst mal Skoal auf Ruby & Rubinio
:
Eure ledige Lady Cindy

01.12.2005
Mahlzeit - ich bin's, die Lady Mandy!

Also, wenn wir zur Zeit so aus dem Fenster sehen, dann drängt sich einem doch irgendwie der
Verdacht auf, dass
es uns auf unserer beheizten Fensterbank schon ziemlich gut geht. Nachdem wir ja
das mühsame Geschäft des Blätterfangens
erfolgreich outgesourced haben, muss Karim sich natürlich
jetzt auch um die Schneeflocken kümmern. Also liegen wir
beide entspannt und wohlgewärmt am
Fenster und sehen zu, wie unser Katerkumpel im Garten wilde Loopings schlägt...
Natürlich ist auch bei unserem Männelein irgendwann mal der Dampf raus, doch dann kommt er
schnell die Startrampe hochgewetzt,
um sich von Marion trockenrubbeln zu lassen und um mit uns auf
der Fensterbank zu spekulieren. Denn bei einem gepflegten
Spekulatius lassen sich ganz hervorragend
Pläne schmieden, wie wir es denn endlich mal schaffen, dem Nikolaus zu begegnen.
Karim kommt ja als gestandener Kater ganz schön rum und deshalb weiss er auch, dass überall in
unserer Siedlung schon kleine Lämpchen flimmern!
Da ist es ja kein Wunder, dass wir es nie geschafft
haben, den Nikolaus auf unsere Wiese zu locken - der sieht ja vor lauter Lämpchen
kein Licht mehr...
Wir mussten also unsere Pläne nochmals grundsätzlich überarbeiten und die Erfahrungen der
vergangenen Jahre
einfliessen lassen! Fassen wir doch mal zusammen:
Wir haben uns die Nächte im Freien um die Ohren geschlagen, uns Zapfen an die Schwänzchen
gefroren und mühsam beleuchtete Landebahnen
gebaut, aber trotzdem haben wir niemals den
Nikolaus gesehen. Und wenn wir dann todmüde und steifgefroren,
(man spricht in diesem Falle ja auch
vom 'Steifftier') in die Küche geschlufft kamen, ist der Nikolaus immer schon da gewesen und hatte
uns durchaus reichlich beschenkt. Der Mützenmann musste also irgendeinen tollen Trick auf Lager
haben, den wir noch nicht durchschaut hatten...
Wie schafft er es nur in unsere Küche zu gelangen, während wir Birch House und dessen Eingänge
doch strategisch ausgeklügelt überwachen?
Während wir noch so grübelten, legte sich der
durchgefrorene Karim erst mal ans Kaminfeuer, um sein kaltes Schwänzchen zu enteisen.
Doch
plötzlich schien der Feuerschein des Kamins auch im Köpfchen unseres Kistenkaters den zündenden
Gedanken entfacht zu haben!
Karim spechtete verwegen in die Abzugsöffnung der heimeligen Feuerstelle, dachte kurz nach und
maunzte dann stolz: "Hier kommt er rein!"
In Anbetracht dieses überzeugend genialen Gedankenganges, waren wir natürlich auch sofort Feuer
und Flamme! Na klar - wenn spät in
der Nacht das Feuer aus ist, steigt uns der Nikolaus klammheimlich
aufs Dach und flutscht ganz elegant durch den Schornstein ins Wohnzimmer.
Da können wir uns ja im
Garten lange die Augen aus den Pelzköppen gucken, wenn sich das eigentliche Geschehen dann still
und leise auf
unserem Dach abspielt...
Jetzt waren wir ja doch schon sehr beeindruckt, dass unser Karim so ein cleveres Katerchen ist und
weil wir ja mittlerweile richtig gute Freunde
geworden sind, gab es für Karim selbstverständlich noch
einen Extra Spekulatius von uns - sogar einen mit Mandeln!
Die neu gewonnenen Erkenntnisse mussten natürlich auf der Stelle in einen ganz besonders
ausgekochten Plan geschmiedet werden.
Schnell versammelten wir uns auf der Fensterbank um unser
abgepitschtes Vorgehen minutiös festzulegen:
Karim wird also am Nikolausabend, wie gewohnt, seine Inspektionsrunde in Birch House Gardens
drehen. Dann wird er sich im Schutze der
Dunkelheit auf unseren Balkon schleichen und dort durch
lautstarkes Verprügeln der Fussmatte auf sich aufmerksam machen.
Selbstverständlich wird unser
Personal ihm darauf hin Einlass gewähren und den 'armen Jung' erst mal bedauern, weil er ja bei der
Kälte
draussen unterwegs war. Nachdem Karim dann fertig bedauert ist, gibt es für uns erst mal prima
Abendnäpfchen und danach muppeln wir uns
alle zusammen gemütlich auf die Fensterbank. In einem
geeigneten Moment wird Lady Cindy dann heimlich auf den Wohnzimmertisch hüpfen
und schnell auf
der Fernbedienung die 2 fürs ZDF pfoten. Dieses harte Narkotikum dürfte, in Verbindung mit dem von
unserem Personal durchaus gerne
verköstigten Glühwein, Guido und Marion in kürzester Zeit ins Reich
der Träume schaukeln! Wenn die Beiden dann erst auf der Couch friedlich vor sich
her rüsseln, werden
wir uns leise auf unsere Beobachtungsposten im Wohnzimmer zurückziehen:
Meine Lieblichkeit versteckt sich hinter dem Vorhang
der Balkonfensterbank, Lady Cindy wird sich ins
Katzenkörbchen verkrümeln und Karim hat durch die Gardine der Esszimmerfensterbank auch
bestens
getarnten Sichtkontakt zum offenen Kamin!
Bis der Nikolaus dann mit all seinen tollen Geschenken im Feuerholzbock einschlägt, werden wir
uns
die Wartezeit mit gründlichster Fellpflege vertreiben, um dann im richtigen Moment, ich sag jetzt mal,
glänzend dazustehen...
Wir sind auch alle schon ganz schön aufgeregt und im Prinzip müsste es doch dieses mal wirklich
klappen!
Aber das Beste an unserem Plan ist natürlich, dass wir mit freudig pochenden Herzchen
endlich mal gemütlich im Warmen auf den Nikolaus warten können.
Klick mich an !
Aber auch Euch allen wünschen wir ein
wunderschönes, herzerwärmendes Weihnachtsfest!
Merry Christmas, Eure Lady Mandy

01.01.2006
Huhu - hier ist mal wieder der Sir Timmy!
Viele werden an dieser Stelle Lady Cindy erwartet haben, doch leider muss ich Euch mitteilen, dass
Lady Cindy
kurz vor Weihnachten sehr krank geworden ist. Es war so schlimm, dass sie sogar an
Heiligabend noch in die Tierklinik gebracht werden musste,
um dort die ganzen Weihnachtsfeiertage zu
verbringen. Ohne unsere Lady Cindy wurde es uns aber einfach nicht weihnachtlich zumute und somit
ist Weihnachten dieses Jahr für uns irgendwie ausgefallen...
Mittlerweile ist Cindy aber wieder zu Hause und auf dem Wege der Besserung, doch all unsere tollen
Pläne, um dem Nikolaus zu begegnen,
waren ohne unsere Cindy nicht durchführbar und mussten somit
schweren Herzens verschoben werden. Doch viel wichtiger ist uns jetzt natürlich,
dass Lady Cindy
wieder gesund wird.
An dieser Stelle darf ich auch feierlich den Gewinner unseres James Herriot Adventskalenderpuzzles
bekannt geben:
Das Buch "Alles für die Katz" von James Herriot ging an: ... 'Die Fellbande'!
Herzlichen Glückwunsch von uns allen!
Doch nun wieder meine Neujahresansprache zur Lage der Katzion:
Verehrte Katzen und geschätzte Kater,
das vergangene Jahr war, leider wie befürchtet, erfüllt von Sorge! Sorge, ob unsere Näpfchen auch
morgen noch gefüllt sein werden
und unser Streu weiterhin regelmässig gewechselt wird.
Wie konnte es nur soweit kommen?
Wir erleben momentan die Selbstzerfleischung des Amerikanischen Kapitalismus.
Skrupellose Firmenbosse, die sich im Glauben an die Allheilkraft
des Shareholder Value berechtigt
sehen, zehntausende von Existenzen zu vernichten und sich dafür noch an der Börse feiern lassen.
Massenfreistellungen von Mitarbeitern bei der Telekom, Ford, Daimler Chrysler, Volkswagen, um nur
einige zu nennen.
Der Arbeitnehmer, degradiert zum lästigen Furunkel am Hintern der gelackten
Börsenspekulanten. Entsorgt und aus dem Wege geräumt,
damit sich anonyme Anleger die zehnte
Milliarde gutschreiben lassen können. Firmenmanager lassen sich ihren erfolgreichen
Personal-
kahlschlag mit zweistelligen Millionenbeträgen belohnen, und grinsen uns dabei frech ins Gesicht.
Anstatt auf hochwertige, innovative Qualitätsprodukte zu setzen, glauben diese selbstherrlichen Bosse, durch Personalabbau die asiatische Konkurrenz in einer Disziplin schlagen zu können, in der sie absolut
unschlagbar ist - beim Preis...
Dazu eine hilflos mit den Schultern zuckende Regierung, die sich ratlos eingekeilt zwischen Lobbyisten,
am liebsten mit sich selbst beschäftigt
und sich gelegentlich wundert, weshalb der Binnenmarkt denn
bloß nicht anspringt...
Möglicherweise liegt es ja daran, dass Arbeitslose nicht gerade zu ausuferndem
Konsum neigen - wie sollten sie auch?
Was uns fehlt, sind Unternehmer - und ich meine richtige Unternehmer, vom Schlage eines Josef
Neckermann oder Henry Ford!
Unternehmer, die sich ihrem Unternehmen UND dessen Mitarbeitern
verantwortlich fühlen!
In einer schlechten Wirtschaftslage zahlte Henry Ford seinen Mitarbeitern 1913
fünf Dollar die Stunde - einen bis dahin nie dagewesenen
Spitzenbetrag. Diese Bezahlung ermöglichte
es seinen Mitarbeitern selber eine Tin-Lizzy zu kaufen und somit zum Ford-Kunden zu werden.
Fords System war so erfolgreich, dass er damals den ganzen amerikanischen Kontinent motorisierte...
Doch auch heute gibt es Hoffung:
Porsche Chef Wendelin Wiedeking verweigert sich hartnäckig dem amerikanischen Börsensystem,
welches auf kurzfristige, vierteljährliche
Gewinnmeldungen ausgerichtet ist. "Wir denken langfristig!" sagt Wiedeking, macht dabei Rekordgewinne und sichert tausende von Arbeitsplätzen für viele Jahre.
Wolfgang Grupp, erfolgreicher Trigema-Chef sagt:
"Die Verantwortung für meine Mitarbeiter steht an erster Stelle."
Wenn dieses Denken endlich wieder Schule macht, dann werden die Seifenblasen der Börsen-
spekulanten, die mit fiktiven Werten
in einer nicht existenten Traumwelt handeln, zerplatzen.
Dann wird Benzin nicht doppelt so teuer werden, nur weil sich über irgendeiner Raffinerie
eine dunkle
Gewitterwolke zeigt und dann werden nicht irgendwelche kleinen Online-Unternehmen als milliarden-
schwer beurteilt, während
riesige Konzerne mit etlichen Standorten und zig-tausenden Arbeitnehmern
als wertlos gelten. Dann werden auch unsere Futternäpfchen gefüllt bleiben!
Verehrte Katzen und geschätzte Kater, geben wir die Hoffnung nicht auf - denn dieses Land hat schon
viel schlechtere Zeiten überstanden und
wir werden auch das überstehen.
Denn eine alte Katerregel besagt: Der einzige Ausweg ist mitten durch!
In diesem Sinne, möchte ich Euch für das neue Jahr die Worte zum Geleit geben, die der alte
Henry Ford
trotzig in den Stein der gewaltigen Ufermauer der Kölner Fordwerke hauen liess
und die dort heute noch zu lesen sind:
"Und trotzdem vorwärts!"
Klick mich an !
Sincerely yours and a Happy New Year:
Sir Timmy


In den ersten Monaten des Jahres 2006 verloren wir leider durch Krankheit unsere
geliebten Mäusepüpse Lady Cindy, Pups-Mum Susi und unseren Sir Timmy.
Nichts wird jemals wieder so sein können, wie es bisher war.
An dieser Stelle schliesst sich ein wunderbares Kapitel
in der Geschichte der Mäusepüpse.



Was vorher geschah! Was vorher geschah...
/
Hier geht's weiter... Hier geht's weiter!