01.06.2003
Huhu - hier ist die Lady Mandy!
Wie Ihr ja bestimmt wisst, gibt es auch Tiere die einen Winterschlaf halten.
So ein seltsames Tier haben wir bei uns auch:
Es ist die riesige Brüllschildkröte und sie schläft normalerweise bei uns im Keller.
Das macht sie so den ganzen Winter lang und wenn wir dann mal im Keller sind,
schläft sie friedlich und ruhig in ihrer Ecke.
Jetzt im Frühling ist es natürlich Zeit für die Brüllschildkröte, mal endlich wach zu werden.
Allerdings sieht es so aus, als wollte sie eigentlich lieber weiter schlafen.
Damit sie dann doch mal aufsteht, hat Guido sie hoch getragen und auf die Wiese gesetzt.
Nur - wach geworden ist sie davon auch nicht...
Lady Cindy und ich sind um sie rumgelaufen und haben sie ausgiebig beschnuffelt,
aber sie hat sich noch nicht mal bewegt. Ein komisches Tier irgendwie...
Aber Guido gibt so schnell nicht auf und hat ihr erst mal zu Trinken gegeben - literweise hat er
ihr das Wasser eingeflösst, nur gerippt hat sie sich nicht?!
Unglaublich, solche Mengen könnten wir niemals auf einmal trinken - aber wer's mag...
Dann kam, glaube ich, der Moment wo's Guido gereicht hat:
Er hatte sie hochgetragen, ihr zu Trinken gegeben und sie macht und sagt einfach überhaupt nix!
Da kann einem ja auch schon mal die Kapuze platzen...
Also fing Guido an wie ein Wilder an ihr rumzumachen und sie zu zanken - und siehe da, erst
hustete sie ein paar mal und dann brüllte sie lauthals los: Bööööhhhhh!!!!!!!!
Uijuijui - die Brüllschildkröte war offensichtlich wach geworden und stinkesauer war sie auch!
Sie brüllte immer lauter und ich war mir mit Lady Cindy sehr schnell einig, dass es
an der Zeit ist, sich im Gebüsch zu verstecken.
Guido hatte scheinbar weniger Angst als wir und hielt das wütend brüllende Biest hinten fest,
damit es uns nicht durchgeht!
Nach all der Zeit im Keller, hatte die Brüllschildkröte wohl auch ganz schön Kohldampf,
denn sie fing sofort an das Gras unserer Wiese abzufressen!
So zockelte sie also laut brüllend über unser Gras und schlug sich den Bauch voll.
Guido lief ihr immer hinterher, scheinbar traute er ihr auch nicht weiter als er sie werfen könnte...
So ging das endlos lang und Lady Cindy fragte mich schon, ob wir jetzt für immer
unter diesem Busch sitzen bleiben müssen.
Doch nach gut einer Stunde war die Brüllschildkröte endlich satt und hörte zum Glück
auf rumzuschreien.
10 Minuten später sind wir dann vorsichtig wieder unterm Busch hervor gekrochen und haben uns mal
umgesehen: Sie hatte doch tatsächlich unsere komplette Wiese abgefressen!
Nur, Durchfall hatte sie wohl auch, denn das ganze Gras das sie gefressen hatte lag in einer Ecke
und Guido musste es jetzt mühselig wieder aufsammeln.
Unsere Wiese sah plötzlich richtig vornehm aus - unser Guido irgendwie weniger...
Und weil es bei uns jetzt so schön im Garten ist, können wir dort prima unseren Geburtstag feiern!
Kommt ihr auch? Wir treffen uns gleich unter der Birke - ja?
Klick mich an !
So - dann woll'n mer uns mal nen
schönen Abend machen: Eure Lady Mandy

01.07.2003
Hallöle - ich bin's, die Lady Cindy!
Ich sehe es schon kommen, dass wir unseren Balkon zur Festung ausbauen
und rund um die Uhr bewachen müssen.
Hier spielen sich Dinge ab, die einem das Fell zu Berge stehen lassen!
Aber fangen wir mal am Anfang an:
An diesen lauen Sommerabenden liegen Lady Mandy und ich gerne bis in die Nacht auf unserer
romantischen Bank auf dem Balkon.
Wir gucken uns die Sterne an und genießen die kühle Nachtluft nach einem aufregenden Tag
im Garten.
Wunderschön ist es auf unserer Bank und während wir so in die Nacht lauschen,
fällt uns natürlich
schon mal das eine oder andere Auge zu... Guido geht es da nicht viel anders,
auch er neigt dazu irgendwann
mehr oder weniger laut grunzend wegzuratzen.
Diese friedliche und harmonische Stille nutzen gewisse pelzige Individuen allerdings schamlos aus,
um Lady Mandy und mich dreist und unverhohlen zu bestehlen.
Wir haben mittlerweile eh den Überblick verloren, welche Kater und Katzen sich in unseren Ländereien
umhertreiben. Da gibt es nicht nur den kleinen Freibeuter, sondern die beiden Miezen von nebenan,
den schwarz-weißen Kater von Gegenüber, der kleine schwarze Kater, der große schwarze Kater mit
den weißen Pfoten,
die fussige Katze von wer weiß woher, und und und...
Unter dieser miezigen Meute gibt jedoch einen hinterhältigen Dieb!
Wir haben ja wieder mal den kleinen Freibeuter in Verdacht, aber bewiesen ist eben noch nichts.
Es war am Freitagabend, als wir also alle zu später Stunde friedlich vor uns hin schnorchelten...
Diese günstige Gelegenheit nutzend, muss der Dieb im Schutze der Dunkelheit unsere Rampe
bestiegen, an Mandy und mir
vorbeigeschlichen und auf leisen Pfoten, quer durch das Wohnzimmer,
in unsere Küche eingedrungen sein!
Dort angekommen, hat er kackfrech unsere beiden Futternäpfchen völlig leergepinselt.
Doch damit nicht genug der angerichteten Schäden:
Auch eine unserer geliebten Fellmäuse wurde von diesem dreisten Tunichtgut entwendet...
Mit dickem Bauch und unserer Fellmaus in der Schnauze, ist der Dieb dann wohl wieder ungesehen
in der Nacht verschwunden.
Irgendwann wurde ich wach und es gelüstete mir schlagartig nach einem nächtlichen Imbiss.
Also sprang ich von der Bank und lief voller Vorfreude, an dem schnarchenden Guido vorbei, in die
Küche.
Doch statt leckerem Shah glänzten mich zwei saubergeleckte Näpfchen an...
Ich war entsetzt: Alles Essbare war verschwunden - alles!!
Sofort nahm ich die Ermittlungen auf und schnuffelte die ganze Küche ab. Dabei stieß ich unter dem
Küchentisch auf folgendes, fremd riechendes und mysteriöses
Bekennerschreiben!
Eine Botschaft, die der offensichtlich poetisch veranlagte Dieb eindeutig an uns gerichtet hatte.
So richtig böse kann man ihm jetzt eigentlich gar nicht mehr sein...
Aber trotzdem halten Lady Mandy und ich jetzt abwechselnd schärfsten Ausguck auf der
Balkonbrüstung
um unseren Besitz und unser Futter gegen nächtliche Diebe und Eindringlinge
zu verteidigen.
Sachdienliche Hinweise und Angaben zum Tathergang bzw. zum Täter nimmt jede
Pupslizeidienststelle entgegen.
Auf Hinweise, die zur Sicherstellung der Beute (Fellmaus) führen, ist eine Belohung
von einer Packung "Gimpet-Schnurries" ausgesetzt.
Klick mich an !
Tschühüüs - und bleibt anständig: Eure Lady Cindy

29.07.2003
Hallo - ich bin's, die Lady Mandy!
Liebe Freunde des mehr oder auch weniger gepflegten Transpirierens:
Schon vor einem Jahr forderten wir an dieser Stelle ein tägliches Gewitter - ohne jeglichen Erfolg.
Man hat unsere Vorschläge schlichtweg ignoriert und nicht ansatzweise in die Tat umgesetzt.
Diesen Sommer wurde es sogar noch wärmer und unerträglicher als im letzten Jahr...
Wehmütig schmachtend schauen wir den auf-und abziehenden Gewittern hinterher, die leider
immer wieder gnadenlos - tatenlos an uns vorüberwehen...
Deshalb sehen wir uns in Verbindung mit unseren aktuellen Problemen, auf die ich gleich noch zu
miauen komme, gezwungen ein eindeutiges Zeichen des energischen Protestes zu setzen - Jawoll!
Wir werden jetzt einfach mal eine Tanne in unserem Garten komplett weihnachtlich schmücken - und
zwar mit allem Zipp und Zapp und auch mit "O du fröhliche"!
Auf diesem Wege werden wir unserer Forderung nach erträglichen Temperaturen Ausdruck verleihen.
Man kann sich doch nicht alles gefallen lassen!
Es ist doch wirklich nicht zu fassen, dass man uns mit dieser widerlichen Hitze das Leben noch
schwerer macht, als es eh schon ist.
Nicht nur, dass man uns die beste Fellmaus gestohlen hat, jetzt müssen wir bei diesem Wetter
auch noch mühselig im Garten den Täter ermitteln...
Da wir ja bisher mehr oder weniger machtlos zusehen mussten, wir unsere Ländereien von
permanent neuen Eindringlingen mit dubiosen Absichten belagert wurden, ist es nun an der Zeit,
einmal deutlich klarzustellen, wer hier eigendlich 'Maître de Jardin' ist.
Deswegen bewachen wir unseren Garten seit letztem Monat aufs Genaueste!
In meinem glücklicherweise schattigen Versteck unterm Ginsterbusch habe ich eine ausgezeichnete
Übersicht über die gesamte Wiese und bin in Sekundenschnelle bereit, jeden Eindringling abzufangen,
falls ich nicht temperaturbedingt schon eingeschlafen bin...
Lady Cindy überwacht von ihrem Hochsitz, dem Balkontisch, aufmerksam die weitere Umgebung und
meldet ungebetene Gäste sofort durch furchteinflößendes Knurren und rückseitige Anfertigung einer
wirklich sehr beeindruckenden Klobürste.
So gewarnt, wetze ich sofort los und sehe mir den frisch ertappten Besucher erst mal genauer an,
denn immerhin könnte sich ja um den niederträchtigen Dieb unser Fellmaus handeln!
Es gibt natürlich auch einige befreundete Katzen die wir gerne in unseren Garten lassen:
Die schüchterne Pinky von gegenüber, oder Kater Iska von nebenan - sogar der kleine Freibeuter
befleißigt sich zunehmend eines adäquaten Verhaltens.
Wer allerdings nur mal vorbei kommt um bei uns ein qualmendes Häufchen liegen zu lassen,
oder um mal schnell an den Holunder zu pieseln, den jage ich quer durch den ganzen Garten
auf den Komposthaufen rauf!
Von dort aus kann er sich dann bequem mit einem Sprung ins Nachbargrundstück absetzen...
Auch unser Guido bietet zur Zeit nur ein erbärmliches Bild des Jammers:
Von der Hitze geschwächt, muss er sich auf der Wiese sogar immer wieder am Gartenschlauch
festhalten...
Obwohl - auf diese Weise hat er doch tatsächlich vor ein paar Tagen, wenn auch unabsichtlich, einen
gut getarnten Eindringling aus den Rabatten gespült!
Ich habe mich dann freundlicherweise bereit erklärt, dem nassen Rumlungerer den kürzesten Weg
zum Komposthaufen zu zeigen...
Ihr seht, wir haben es im Moment wirklich nicht leicht, aber die Gerechtigkeit wird siegen!
Wir wollten uns auch noch bei allen unseren Katzenfreunden bedanken die uns bei der Fahndung
nach dem Fellmausdieb so prima unterstützen!
Die Ibby hat uns sogar bei der Erstellung eines Fellmaus-Fahndungsfotos geholfen!
Nur mit dem Wetter werden uns unsere Freunde wohl auch nicht helfen können.
Also wie gesagt, ich geh jetzt erst mal das Lametta suchen...
Klick mich an !
Ja... - dann mal frohes Fest! Eure Lady Mandy

01.08.2003
Huhu - wir sind's, Cindy & Mandy!
Wir müssen Euch noch ganz dringend was Neues erzählen:
Der hinterhältige
Fellmausdieb wurde enttarnt und gestellt!
Wir freuen uns wirklich sehr, bekanntgeben zu dürfen, dass der Fellmausdieb entgültig gefasst wurde.
Durch geniale Intervention von Jimmy Kater beim Amerikanischen Geheimdienst 'FMBI',
(
Federal Mouse Bureau of Investigation) wurde mit Hilfe von allerteuersten US-Spionage-Satelliten
das Gelände von Birch House Gardens aus dem Weltall pausen- und lückenlos überwacht.
Nur durch diese extrem aufwendigen Maßnahmen, konnte der Dieb letztendlich von lokalen Agenten
des FMBI im Bodendecker des Nachbargartens gestellt werden.
Wie den aktuellen Pressemeldungen (PBC-News) + (Spiegel-Online) zu entnehmen ist, handelt es sich
um einen bisher unbekannten, getiegerten Kater aus der näheren Umgebung,
der durch die
Satellitenüberwachung bei einer durchaus vergleichbaren Folgetat erwischt wurde.
Die entführte Fellmaus wurde in einem, offensichtlich vom pelzigen Täter gescharrten, Erdloch entdeckt
und ist mittlerweile leider in einem ziemlich übel abgespieltem Zustand...
Die vom FMBI sichergestellte Maus wurde uns zur Identifizierung vorgelegt und wir konnten
leider bestätigen, dass es sich um unser geliebtes Mäuschen handelte.
Der aufgrund der erdrückenden Beweislage letztendlich geständige Täter, wurde von uns zur Strafe
5x durch die Vogeltränke gescheucht und gelobt nun hoch und heilig Besserung!
Auch Mitglieder der
US-Regierung werten diesen gemeinsamen Fahndungserfolg als einen grossen
Sieg im Kampf gegen das unorganisierte Verbrechen
und als deutliches Zeichen zur Verbesserung des
Deutsch-Amerikanischen Verhältnisses.
Wir möchten auch nicht vergessen, uns an dieser Stelle nochmals herzlich bei allen Katzen-Sheriffs,
und besonders bei der Ibby und dem Jimmy Kater, für die großartige Unterstützung zu bedanken.
Des weiteren, hielten wir es in Anbetracht seiner Verdienste um unsere Sicherheit für angemessen,
Jimmy Kater zum
Ritter zu schlagen. Er darf sich ab sofort 'Sir James of Birch House' nennen.
Niemals zuvor auf dem Feld kätzischer Konflikte,
wurde so viel so wenigen geschuldet...
Klick mich an !
Sincerely yours: Lady Cindy & Lady Mandy

01.09.2003
Tachchen, hier ist die Lady Cindy!
Es ist vorbei... endlich vorbei!
Also, wir können uns das nur so erklären, dass Petrus offensichtlich die Karte falschrum
gehalten hat - muss ja schon...
Über 40°C im Schatten, das darf ja wohl nicht wahr sein.
Wir sind hier in Köln und nicht in Karatschi - das muss doch mal irgendwem da oben auffallen!
Alles was Recht ist, aber solche Huddeleien können und wollen wir nicht dulden.
Wir hatten ja unsere 'Wir wollen Weihnachten' - Demo schon fast fertig, als uns die schreckliche
Schwitzehitze ins schattige Unterholz trieb. Mit letzter Kraft setzten wir die
Christbaumspitze auf
den Protest-Weihnachtesbaum und flehten den stahlblau flimmernden Himmel
um Gnade und
um Regen an.
Doch erbarmungslos brannte der glühende Planet auf uns nieder - es war zum Fell raufen...
Wir verkrochen uns hinter runtergelassenen Rolläden und lagen rücklings mit Guido unterm
Deckenventilator, der uns milde kühlend die Bäuche bepustete.
Einsam funkelte unsere Tannenbaumbeleuchtung in die tropischen Nächte hinaus und lustlos baumelte
das Lametta an den regungslosen Zweigen...
Doch dann: Skeptisch beäugten wir eine sich zart bewegende Gardine - Wind?!
Guido ließ eine Rollade hochfahren und vorsichtig steckte Lady Mandy ihr Näschen raus.
Tatsächlich, ein durchaus erträgliches, laues Lüftchen umspielte Mandy's Riechorgan.
Als Lady Mandy nach einer Minute noch immer nicht zurück kam, war klar:
Es kühlte sich tatsächlich ab.
Sofort ersetzte operative Hektik die bleiernde Lähmung: Rolläden knallten gegen die oberen Anschläge,
Fenster wurden aufgerissen, Auswanderungspläne verworfen...
Lady Mandy war schon im Garten um nachzusehen ob noch andere überlebt hatten.
Glücklicherweise füllte sich unser Garten wieder zusehends mit Leben: Pinky, Iska, der kleine
Freibeuter, die Zwei von Nebenan und auch der kleine, geläuterte Dieb lagen bald
im kühlenden Gras
unter unserem Tannenbaum. Weihnachten im August - Hosianna!
Mit jedem Tag wurde das Wetter kühler und damit erträglicher, vor allem für uns reifere Damen.
Daher ja auch der Begriff "Altweibersommer"...
Trotz Guido's selbstlosen Bemühungen der Trockenheit schläuchlings beizukommen, hatte die Flora
unserer Ländereien doch merklich gelitten und so manches Gewächs
musste doch noch aufwendig
reanimiert werden.
Deshalb sind wir natürlich wieder alle dauernd im Garten unterwegs und dabei
ist uns doch glatt schon wieder ein neuer, äußerst bemerkenswerter Bewohner ins Auge gefallen:
Der kleine Kerl wohnt offensichtlich im Parterre des Reisighaufens und ist im Prinzip eher so eine
Art laufende Distel...
Man sieht ihn nicht oft, aber wenn man ihn mal sieht und beschnuppern möchte, bleibt er sofort sitzen
und wird schlagartig zur Pieksekugel? Letztendlich also doch mehr der introvertierte Typ...
Seltsamerweise verspeist er mit Vergnügen unser Katzenfutter, obwohl er nicht annähernd nach
Katze riecht?
Da Guido ihn aber gut leiden kann, soll er bis auf weiteres auch unser Freund sein.
Das Kerlchen könnte uns ja demnächst auch helfen wieder all die Blätter aufzufangen, denn in
unserer geliebten
Birke tauchen zunehmend braune Blätter auf und die sind ja bekanntlich weit
weniger gut befestigt als ihre grünen Kollegen.
Und wenn es schon bald Herbst ist, dann bräuchten wir unseren Weihnachtsbaum doch eigentlich
gar nicht erst wieder abschmücken - find ich jedenfalls...
Klick mich an !
Dann lasst uns schon mal froh und munter sein: Eure Lady Cindy

01.10.2003
Cheers, hier ist die Lady Mandy!
Habt Ihr's auch schon gemerkt? Die kuschelige Jahreszeit bricht so langsam an!
Ich meine rücklings auf dem Sofa liegen und sich den Brauch kraulen lassen, oder am Fenster über
der warmen Heizung sitzen und zusehen wie draußen die Blätter vorbei wirbeln.
Allerdings kommt ja vor dem Vergnügen irgendwie immer die Arbeit und das heißt für uns wieder
stundenlang im Garten Blätter fangen. Ich werde ja das unterschwellige Gefühl nicht
los, dass unser
neuer Freund, das kleine Piekse-Igelchen uns keine wirklich große Hilfe dabei sein wird.
Er wurde mittlerweile auf den Namen "Churchill" getauft und genau so benimmt er sich auch:
No sports!
Genaugenommen söggelt er nur langsam durch den Garten und macht dabei ein freundliches Gesicht.
Das ist zwar schon sehr schön - aber auch nicht wirklich viel.
Er rennt nicht, er springt nicht, er fängt nix und er verscheucht nix - aber er schmatzt verdammt
laut beim Essen...
Lady Cindy und ich haben wirklich lange überlegt, wie man solche Fähigkeiten, ich sag jetzt mal
nützlich einsetzen kann - aber irgendwie ist uns dazu so gar nichts eingefallen.
Jedes Tier erfüllt doch normalerweise irgendeinen Zweck:
Also, Mäuse, damit wir Katzen was zu jagen haben.
Katzen, damit die Hunde was zu jagen haben.
Hunde, damit die Straßenreinigung was zu tun hat...
Aber welchen Zweck erfüllt denn jetzt unser Churchill? Ist er einfach nur zum Gernehaben da?
Ich will ja jetzt nicht sagen, dass er ein schlechtes Kuscheltier ist - obwohl, ist schon so...
Jedenfalls ist er ein prima Kumpel und wer weiß, welche Fähigkeiten er noch so entwickelt.
Gestern abend hatten sich zwei Blätter in seinen Stacheln verfangen - da könnte man doch schon
was draus machen.
Auch Lady Cindy hält große Stücke auf Churchill und vermutet, dass das ganze Potential seiner
sonderbaren Fähigkeiten
noch gar nicht ans Tageslicht gekommen ist!
Sie hat nämlich im Radio gehört wie da gesungen wurde: "I want to fly like an Igel..."
So gesehen denke ich, sollten wir die ganze Angelegenheit doch besser im Auge behalten.
Das wär natürlich wieder mal ein Dingen, wenn unser Churchill demnächst einfach mal so kurz abhebt
und ein paar Runden um die Birke flattert.
Aber es wird ja viel erzählt...
Auf jeden Fall, sind wir ja schon mal froh, dass Churchill seine anfängliche Schüchternheit überwunden
hat und
sich nicht jedes Mal einrollt wenn er uns sieht. Man hätte ja meinen können wir haben
Mundgeruch!
Und wenn er sich erst mal dazu entschlossen hat, uns die ganze Bandbreite seiner
Fähigkeiten vorzuführen,
dann können wir hier im Garten bestimmt immer prima einen fliegen lassen...
So'n Churchill ist schon ne tolle Sache und ich bin mir sicher, dass wir noch viel Spaß mit
dem geheimnisvollen Kerlchen bekommen!
Klick mich an !
Da geb ich Euch Brief und Igel drauf: Eure Lady Mandy

01.11.2003
Hallo, hier ist die Lady Cindy!
Zuerst sollte ich wohl mal unser Halloween-Rätsel auflösen:
Als erster war unser Ritter 'Sir James of Birch House' zur Stelle, um uns nach Hause zu geleiten!
Wenig später trafen auch schon die 'Hexes Kätzchen' ein, um uns den Heimweg zu weisen!
Als dritter, erfolgreicher Retter der Mäusepüpse, kam uns Spürnase '
Merlin' entgegengewedelt.
Und wo waren wir jetzt nun? Well - wir waren auf
Glastonbury Tor!
Nach dem langen Heimweg waren wir erst mal richtig geschafft und froh wieder in Köln zu sein,
obwohl es
dort mittlerweile richtig kalt geworden ist.
Wenn wir beide, sagen wir mal, so ne halbe Stunde lang im Garten unterwegs waren, dann kraxeln
wir schnell unsere Startrampe hoch und muppeln uns ganz schnell auf die Fensterbank.
Die ist nämlich mit einer kuscheligen Decke belegt und von unten wirklich prima beheizt.
Dort machen wir es uns dann so richtig bequem und grillen in aller Ruhe unseren Bauchspeck.
Vorteilhafterweise ermöglicht uns diese Fensterbank freien Blick auf unseren geliebten Balkon, den
es ja permanent zu überwachen gilt.
Neulich dämmerten wir also beide wieder mal friedlich vor uns hin, als doch plötzlich wieder ein
getigertes Katerchen auf unserem Balkon erschien! Er schnuffelte alles ab, guckte uns durchs Fenster
kurz an
und legte sich doch tatsächlich auf unsere Bank um dort ein kleines Nickerchen zu machen.
Wir waren, zurückhaltend ausgedrückt, völlig außer uns!
Lady Mandy und ich fauchten und knurrten wie ein großes Rudel wütender Löwen.
Wir machten die tollsten Klobürsten mit unseren Schwänzchen und schimpfen wie die Kesselflicker.
Von dem ganzen Spektakel angelockt, erschien natürlich sofort Guido und versuchte uns zu beruhigen,
was
selbstverständlich von vorne herein zum Scheitern verurteilt war. Guido sah nach draußen und
entdeckte den kleinen,
völlig unbeeindruckten Penner auf unserer Balkonbank.
Doch anstatt jetzt die Tür aufzureißen und den unerhörten Banküberfall energisch zu beenden, ging
Guido nur geheimnisvoll lächelnd zurück in die Küche??
Man spricht in solchen Fällen ja auch vom Bankgeheimnis.
Kurze Zeit später war Guido wieder da und öffnete vorsichtig die Balkontür.
"Jetzt gibt's was zwischen die Hörner!"
flüsterte Lady Mandy mir erwartungsvoll zu. Aber Guido stellte
doch tatsächlich ein Näpfchen voller Futter neben den
erstaunten Penner auf die Bank!
Wir waren... maunzlos!
Der kleine Schnarchsack liess sich natürlich nicht zweimal bitten und begann vor unseren Augen,
auf unserem Balkon und unserer Bank, unser Futter gierig in sich reinzudrängeln!
Als Guido wieder drinnen war, starrten wir ihn völlig entgeistert an und witterten übelsten Verrat.
Doch Guido setzte sich seelenruhig auf die Couch und hielt plötzlich in jeder Hand einen leckeren
Spekulatius.
Das war natürlich ein Argument, denn wir sind beide gewiefte Spekulanten und dieses
Geschäft wollten
wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.
Sofort saßen wir mit großen Augen neben ihm und ließen uns genüsslich die Spekulatiusstückchen
in die Schnäuzchen schieben.
"Hört mal zu ihr beiden" sagte Guido und erzählte uns, dass nicht jede Katze bei dem knüsseligen
Wetter
sofort die Haustür aufgemacht bekommt. "Der Kleine da draußen ist einfach nur froh, dass er
jetzt satt ist und mal
in einer ruhigen, windgeschützten Ecke ein Schläfchen halten kann."
Dann erzählte Guido uns die Geschichte
von einem gewissen Sankt Martin, einem römischen
Reitoffizier, der im eisigen Winter seinen Mantel mit dem Schwert
geteilt hat und eine Hälfte einem
frierenden Bettler schenkte, der nichts warmes anzuziehen hatte.
Das fanden wir dann schon ziemlich beeindruckend, allerdings war ich jetzt von der Idee, mein
kuscheliges Fellchen
mit einem Schwert zu teilen nicht wirklich begeistert - auch wenn mein Fell
erstaunlicherweise wohl für zwei Katzen reichen würde...
Aber so war das ja wohl auch nicht gemeint und eigentlich würde uns ja auch gar nix fehlen, weil
Guido sowieso immer
genügend Futter für uns besorgt.
Also, dieser Sankt Martin war bestimmt kein schlechter Mensch - und wir sind mit Sicherheit keine
schlechten Katzen!
Ich glaube, wir hatten Guido verstanden: Mit dem leckeren Spekulatius im Bauch legten wir uns wieder
auf unsere warme Fensterbank
und sahen den kleinen, satten Kater draußen auf der Bank friedlich
eingerollt schlummern.
Und wisst ihr was? Es war noch nie so warm und so gemütlich
auf unserer kuscheligen Fensterbank.
Klick mich an !
Mit wärmsten Grüssen: Eure Lady Cindy

Was vorher geschah! Was vorher geschah...
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