01.09.2008
Mahlzeit, hier ist der Karim!
Ist es Euch auch schon aufgefallen? Morgens wirds schon ein ganzes Stück später hell und passend
dazu, wird abends schon viel früher
das Licht wieder ausgeknipst! Gut, für uns Katzen ist das ja nicht
so ein Problem, wir sehen ja auch im Dunkeln ganz prima, aber dennoch ist
das alles ein eindeutiges
Zeichen für den bevorstehenden Herbst. Wie vielleicht mittlerweile bekannt ist, lieben wir Bewohner
von Birch House
diese Zeit ganz besonders, denn jetzt sind die Temperaturen angenehm und erträglich
und die Natur baut ihren ganz grossen Marktstand auf.
Auf den Landstrassen rings um unser Dörfchen wehen die letzten Halme der Kornernte über den
Asphalt und auf den Feldern wird bereits schon umgepflügt.
Doch auch in Birch House Gardens sind
schon in wenigen Wochen die Äpfel reif, der Pfirsichbaum des Nachbarn biegt sich unter seiner süßen
Last,
unser Holunderbaum hängt voller Früchte und hinten rechts im Garten ist eine Ecke fast schwarz
vor Brombeeren. Unser listiges Personal hat sich bereits mit
besorgniserregenden Vorräten an Vodka
ausstaffiert, um die beeindruckende Früchtepracht in geistiger, sowie erheiternder Gestalt über die
kalten
Monate zu retten...
Auch die neue Weinrebe entpuppte sich als Quell der Freude, denn sie ist inzwischen prima angegangen
und wächst, zur grenzenlosen
Beigeisterung des Heimwerkerkönigs, mit atemberaubender
Geschwindigkeit am Rankgitter empor, was mit großer Sicherheit auf das hochwertige "Düngestäbchen"
zurückzuführen ist, dass ich ja bei der Auspflanzung in den Erdaushub gedreht habe. Aber, als
zuständiger Bauleiter, freue ich mich natürlich
am allermeisten auf die anstehenden Gartenarbeiten im
Herbst, denn im Oktober ist Schluß mit dem blöden Vogelschutz und dann darf ich endlich die Fällung
der windschiefen
Tanne beaufsichtigen. Ich bin schon jetzt ganz hibbelig, wenn ich nur dran denke und
Vogelschutz ist ja in den Augen eines echten Raubtieres wie mir
eh nur Kokolores! Leider sieht das
unser Personal nicht ganz so entspannt wie ich, denn deshalb durfte ich die Tanne ja nicht schon im
Frühling umhauen lassen.
Inzwischen lässt auch der Holunder schon die ersten gelben Blättchen fallen und wenn die grosse Birke
erst mal damit anfängt, dann wird es wieder richtig
lustig, denn ich seh schon wieder unseren
glühweindurchtränkten Guido mit bedenklicher Schlagseite auf den Rechen gestützt dem Laub
hinterherstolpern...
Aber noch ist es ja nicht soweit und somit genießen Lady Mandy und ich den Spätsommer auf der
warmen Wiese und kugeln uns vergnügt von einer Seite auf die andere
oder wir verjagen die Amseln
von unseren Ländereien. Wenn später halt keine Amseln mehr da sind, machen wir meistens mit
Meisenbeschimpfen weiter, eine
wirklich sehr entspannende und empfehlenswerte Freizeitgestaltung,
die auch unter Vogelschutzaspekten durchaus gesellschaftsfähig ist. Weil das zwar alles sehr schön ist,
aber leider doch irgendwann mal langweilig wird, hat sich Marion extra für uns Mäusepüpse ein ganz
tolles und wirklich sehr spannendes Spiel ausgedacht: Sie kommt dazu mit
kleinen Beutelchen zu uns
auf die Wiese, in denen so eine Art Silberzwiebelchen verpackt sind. Dann nimmt sich Marion ein
Stöckchen und vergräbt überall in den Beeten ganz
viele dieser kleinen Zwiebelchen. Die müssen Lady
Mandy und ich dann wiederfinden und ausgraben! Allerdings komme ich nicht daran vorbei zu
erwähnen, dass Marion eine
ziemlich schlechte Verliererin ist, denn wir Mäusepüpse haben verdammt
gute Näschen und ich möchte, nicht ganz ohne Stolz, behaupten, dass wir so ca. 80 Prozent der
Zwiebelchen
wiederfinden. Leider ärgert sich Marion darüber in vollkommen unangemessener Art und
Weise und wird dann auch noch unfair und vergräbt die Zwiebelchen, die wir schon mühsam
ausgegraben haben, ganz einfach nochmal! Ein, meiner Meinung nach, nicht akzeptaler Regelverstoß,
denn so werden wir ja nie fertig...
Auch für Guido gibt es momentan viel zu tun: Die Vogelhäuschen müssen gereinigt und neu gestrichen
werden, das Efeu zur Raison gebracht, die Hecken gestutzt und auch unsere
beiden Eichhörnchen-
Futterhäuschen müssen dringend grundüberholt und für den Winter fit gemacht werden, denn sonst
hagelt es wohlmöglich Beschwerden von unseren kleinen
Hörnchenfreunden Ruby & Rubinio, die zur
Zeit schon täglich den Reifegrad der Walnüsse im riesigen Nussbaum der Nachbarn überprüfen, aber
irgendwie noch nicht ganz zufrieden sind.
Somit wird natürlich gerne mal auf unsere praktischen
Nussspender zurückgegriffen - im Prinzip also so eine Art 'Drive in Restaurant' für Eichhörnchen...
Auch für unseren stets pieksfeinen Hausigel Churchill wird der Heimwerkerkönig noch einen tollen
Unterschlupf basteln, der dann demnächst mit Laub abgedeckt unter den Tannen
aufgestellt wird.
Es gibt also noch reichlich viel zu tun in Birch House, bevor Lady Mandy und ich unseren Bauchspeck
wieder auf der beheizten Fensterbank grillen können, aber gerade
diese vorherbstliche Zeit im Garten
ist für uns immer wieder toll, denn der Heimwerkerkönig und ich,
wir sind halt richtige Laubbuben...
Klick mich an !
Also dann, mal ran an die Rabatten:
Euer Kistenkater Karim

01.10.2008
Kuckuck - hier ist die Lady Mandy
!
Also, ich muss sagen, der Herbst ist dieses Jahr so richtig prima! Mein Kumpel Karim und ich können
noch richtig viel Zeit im
Garten verbringen. Gut, Karim ist ja eigentlich mehr oder weniger den ganzen
Tag im Garten unterwegs, während ich ja meistens
erst mit Guido und /oder Marion in die Ländereien
einmarschiere. Aber wenn wir dann erst mal draussen sind, dann kommt mein Karimchen
sofort angewetzt, um mit mir gemeinsam in alle Ecken von Birch House Gartens zu krabbeln, während
unser Personal eher versucht sich
nützlichen Aufgaben zuzuwenden.
Mit großem Spaß, verscheuchen und beschimpfen der Kistenkater und ich ja bekannterweise die
Amseln
und Meisen in unserem Revier, ohne dass dabei ein Piepmatz wirklich zu Schaden kommen
würde, aber dass die Rache der Vögel so gemein
ausfallen würde, dass hat uns Pelznasen dann doch
ganz schön überrascht! Jetzt muss man wissen, dass hinten links im Garten, also in unmittelbarer Nähe
des Gartenhäuschens, ein riesiger Walnussbaum auf dem Nachbargrundstück steht. Dieser Baum ragt
weit über die Grundstücksgrenze hinaus, in unsere
Ländereien hinein, was soweit eigentlich auch kein
Problem darstellt. Verständlicherweise ziehen wir Mäusepüpse es vor, uns eher in den unbeobachteten,
hinteren Regionen unseres Gartens aufzuhalten und so konnte es geschehen, dass wir beide wieder
mal unter der auskragenden Krone des Nussbaumes umherschnuffelten,
als uns die heimtückische
Rache der Vögel, in Form einer Friedenstaube, wiederfuhr:
Diese miese Taube flog erst einen elegant geschwungenen Bogen, um dann
energisch bremsend zur
Landung im Nussbaum anzusetzten. Kaum hatte der Flattermann wieder festes Gehölz unten Füßen,
da prasselte eine nicht unerhebliche,
breit gestreute Bombenlast auf den Kistenkater und meine
Lieblichkeit herab - Aua!! Dabei sollte doch die Anwendung von Clusterbomben mittlerweile weitest-
gehend
geächtet sein! Mein Karimchen hatte es wirklich voll erwischt - es gab sozusagen, richtig was
auf die Nuss! Nachdem wir uns erst mal fluchtartig in Sicherheit gebracht hatten,
war mein getigerter
Verteidigungsminister völlig außer sich!
Wutentbrannt rannte mein sonst so friedlicher Katerkumpel zum Blumenbeet und begann sofort nach
seinem
Kriegsbeil zu graben, fand auf die Schnelle allerdings nur ein schon vor langer Zeit an dieser
Stelle zu Grabe getragenes Häufchen. Auch Hilfssheriff Teddy war entsetzt,
denn ein kriegerischer
Angriff auf den Verteidigungsminister von Birch House Gardens konnte nicht hingenommen werden. Während Karim sich zu einem ersten Kriesengipfel
mit seinem Adjutanten Teddy in das Gartenhaus
zurückzog, erschien ein gutgelaunter Guido auf dem Schlachtfeld und begann mit grosser Freude die
liegengeblieben
Blindgänger aufzusammeln. Doch anstatt jetzt das Beweismaterial für eine spätere
Untersuchung durch die Vereinten Katzionen sicherzustellen, begann er umgehend mit der
Entschärfung der Munition, indem er die Nüsse paarweise in der Hand zerdrückte und deren Inhalt mit
Vergnügen verputzte. Einen beachtlichen Teil der Bombenlast füllte
er sogar ohne weitere Sicherheits-
maßnahmen zu ergreifen, völlig sorglos in das Futterhäuschen der Eichhörnchen.
Während Karim und Teddy noch immer über eventuelle
Sanktionen gegen die gefiederte Luftwaffe
berieten, sorgte eine laut schnatternde Elster schon für den nächsten Bombenregen, den ich
glücklicherweise unter der sicheren
Gartenbank verfolgen konnte. Kaum war der Angriff vorüber,
schlug sich der Heimwerkerkönig erneut die Backen mit frisch geknackten Nüssen voll, bis Marion ihn
ermahnte,
dass es bald Essen gäbe und sie den ganzen Zwiebelkuchen wohl kaum alleine aufessen
könne. Mit hamsterartig ausgebeultem Gesicht erkundigte sich unser Dosenöffner nach
der
Getränkeauswahl: "Mit friffem Feferweifer dafu?" "Ne - mit Federweißer natürlich!" antwortete Marion.
"Fach ich foch!!" maulte Guido und stopfte sich noch schnell eine letzte
Nuss in den Kopp.
Wenig später war es dann endlich soweit: Der Zwiebelkuchen duftete verführerisch und die komplette
Besatzung von Birch House hockte mit erhöhtem Speichelfluss
entweder am oder unter dem Tisch.
Sogar Karim hatte seinen Ärger kurzfristig vergessen, und schielte, trotz seines Näpfchens mit in Brühe
gekochtem Putenbrustfilet, mit grossen Augen
auf jede Gabel des Zwiebelkuchens, die sein Sichtfeld
durchkreutzte. Zum Glück hatte unser Personal doch noch ein Einsehen und popelte für uns Pelz-
tierchen gezielt einige
Speckwürfelchen aus dem Zwiebelkuchen, die wir gierig verpinselten - lecker!!
Guido und Marion hauten auch so richtig rein und spülten gar eifrig mit dem Federweißen nach,
den der Kistenkater und ich sogar auch probieren durften, aber irgendwie ziemlich scheußlich fanden.
Nachdem alle satt und zufrieden waren, muppelte ich mich mit meinem
Verteidigungsminister auf die
Balkonbank und putze mein Fellchen, während Karim schon wieder Pläne schmiedete, wie er den
Vögeln den hinterlistigen Angriff heimzahlen könnte.
Nur unser Heimwerkerkönig lief etwas unruhig umher und stöhnte: "Mensch, die Zwiebeln... Ich glaub
ich dreh noch ne Runde im Garten und lüfte mich mal anständig durch!"
Kaum war Guido im Garten verschwunden, da bemerkte ich plötzlich ein ziemlich fieses Grinsen in
Karims Gesicht und er raunte mir leise zu:
"Auf Guido kann man sich wenigstens verlassen! Hörst Du
nicht? Er knallt gerade die ganze Vogelbande ab!"
Ja... Somit hatte mein Dosenöffner nicht nur sich selber, sondern gleichzeitig auch dem Mütchen
unseres Kistenkaters deutliche Erleichterung verschaffen.
Manche Probleme lösen sich halt einfach so in Luft auf...
Klick mich an !
Mit sozusagen, stürmischen Grüssen:
Eure Lady Mandy

01.11.2008
Mahlzeit, hier ist der Karim!

Mein lieber Schnäuzer, jetzt wird es aber langsam schon merklich frisch jenseits der Haustür!
Deshalb sind wir auch ziemlich froh, dass die Hexenbande uns im kalten und gruseligen Haus Fühlingen
schnell gefunden, und damit unser Halloweenausflug wieder mal ein gutes Ende genommen hat.
Wenn sich ein stattlicher Kater, wie meiner einer, der des Nächtens gerne mal in seinem Revier
unterwegs ist, bei solchen Temperaturen unüberlegt
hinsetzt, dann ist stellenweise sogar schon mit
Hodenfrost zu rechnen! Eine sehr unvorteilhafte Angelegenheit, selbst wenn man seine
Klickerchen
schon vor Jahren beim Tierarzt abgegeben hat... Man muss im Prinzip zusehen, dass man irgendwie
ständig in Bewegung bleibt!
Leider ist das nicht unbedingt die Stärke meiner Hausdame Lady Mandy,
die mittlerweile eine doch etwas ruhigere Gangart bevorzugt
und sich gerne mal an einem sonnigen
Plätzchen durchaus elegant auf den Boden legt. Leider kam natürlich, was unvermeidlich kommen
musste:
Mandy wurde zusehends heiser und ihr rosa Näschen begann schon bald unschön zu triefen. Während
ich weiterhin vor Gesundheit strotzend
durch unsere herbstlichen Ländereien fegte, verkrümelte sich
meine Herzensdame merklich angeschlagen ins kuschelig-warme Körbchen.
Dieser beklagenswerte
Zustand der guten Lady Mandy blieb natürlich auch unserem Personal nicht verborgen und so wurde
schnellstens eine
homöopathische Medikamentation in die Wege geleitet, die sich durch ihre
hervorragende Verträglichkeit, einfache Verabreichung, sowie völlige
Wirkungslosigkeit auszeichnete...
Während Guido und Marion täglich auf eine Besserung der Symptome warteten, tropfte Mandys
Näschen völlig
unbeeindruckt weiter und auch ihr Schnurren war nur noch ein undefinierbares
Geknuspere. Nachdem Frau Mandy dem Heimwerkerkönig beim
täglichen Schmusen noch mal sehr
saftig ins Gesicht genießt hatte, beschloss dieser, nun endgültig den Pfad der Homöopathie, mit einem
energischen
Abbiegen in Richtung der Schulmedizin zu verlassen! Schnell wurden die entsprechenden
Antibiotika Tabletten besorgt und genauso schnell man fand
sich vor der schwierigen Aufgabe wieder, die erwähnten Tabletten in die Katze zu bekommen. Jetzt muss man allerdings wissen, dass Mandy in
Sachen
Tabletten eine Expertin von ausgezeichnetem Format ist! Einem Drogenhund nicht unähnlich,
ist sie in der Lage, eine winzige Tablette in ungefähr vier
Pfund Gehacktem zu erschnuppern! Diesem
Umstand ist es zu verdanken, dass sich die Verabreichung von Medikamenten, ich sag jetzt mal,
schwierig darstellt...
Nachdem unser Dosenöffner, unter Einsatz all seiner feinmotorischen Fähigkeiten, die ausstehende
Tablette präzise halbiert und optisch nicht wahrnehmbar in
einem sonst gern genommenen Leckerchen
versteckt hatte, wurde diese von Lady Mandy durch beeindruckende Kau und Zungenakrobatik völlig
unversehrt aus
dem sie umhüllenden Leckerli herausoperiert und dem Heimwerkerkönig verächtlich vor
die Füße gespuckt! 1:0 für Mandy!
So schnell gibt unser Guido natürlich auch wieder nicht auf und so wurde die halbe Pille erneut in ein
Leckerchen, diesmal mit anderer Geschmacksrichtung,
gedrängelt und der prätentiösen Fein-
schmeckerin feierlich serviert. Vom Leckerchen durchaus angetan, kaute unser Liebelein die ange-
botene Mogelpackung
genüsslich durch - schluckte - sah Guido dankbar in die Augen und spuckte die
Tablette wieder aus... Game and Match: Lady Mandy!
"Und dann soll man nicht Trinken..." grummelte Guido vor sich hin, während er Mandy aufmunternd das
Köpfchen tätschelte. Nachdem der Heimwerkerkönig
diese Niederlage halbwegs verkraftet hatte,
begann er eine streng wissenschaftliche Versuchsreihe mit dem kompletten Leckerchen-Repertoir von
Birch House,
die nach einigem Rumgematsche zu folgender Erkenntnis führte: Die helle Ummantelung
von "Kitbits Käse und Fleisch" ergibt nach dem herauspopeln der
Fleischfüllung eine zähe, teigige
Masse, die mit der darin eingekneteten Tablette nahezu untrennbar verwächst! Nach der mühsamen
Beseitigung der nicht
unbeträchtlichen Schweinerei, die bei der Gewinnung dieser Weisheit anfiel, wurde
die Pille erneut in ein Tarnmäntelchen verpackt und einer schon skeptisch
dreinblickenden Katzendame
unter Aussprache eines lächerlichen Wortschwalls zur Verköstigung angeboten:
"Ja, was hat der Pappi denn da Feines für sein Sternchen..."
Nach einer kurzen Beschnupperung nahm Frau Mandy das Forschungsprodukt erst mal ganz vorsichtig
zwischen die Zähne, begann dann zögerlich zu kauen und schluckte das
medizinische Leckerchen
irgendwann anstandslos runter. Guido konnte es kaum glauben und wartete noch eine ganze Zeit miss-
trauisch auf die Wiedervorlage der Tablette,
die aber erstaunlicherweise nie wieder gesehen wurde.
Zur Belohnung gab es für das brave Tierchen noch ein Leckerchen ohne Tablette und der Heimwerker-
könig gönnte
sich für seinen wissenschaftlichen Durchbruch ein kühles Bierchen.
Jetzt bleibt natürlich abzuwarten, wie oft unsere kleine, kranke Mandy noch auf diesen, bei Tageslicht
betrachtet,
doch recht billigen Trick reinzufallen gedenkt, aber Notfalls muss unser Personal halt weitere
Versuchsreichen mit anderen wohlschmeckenden Naschereien in die Wege leiten.
Um diesen Prozess mit allen Kräften zu unterstützen, habe ich mich natürlich selbstlos bereiterklärt,
die bei den Versuchen anfallenden Leckerchenbrösel preiswert und
absolut umweltgerecht zu
entsorgen...
Selbstverständlich werde ich mich auch ansonsten vorbildlich um meine kleine Lady kümmern und
dafür sorgen, dass die lästige Erkältung und die fiese Heiserkeit
schnell vergessen ist, denn an
Weihnachten ganz alleine unterm Baum singen,
dass möchte ich dann auch wieder nicht...
Klick mich an !
Also dann: Bleibt besser gesund!
Euer Kistenkater Karim

06.12.2008
Hohoho - hier ist die Lady Mandy!
Uijuijui - was ist das mittlerweile kalt geworden und hier in Köln hat es sogar schon drei mal geschneit!
Mein guter Kistenkater Kumpel Karim war natürlich wieder mal total begeistert und fegte wie ein
Schneescooter durch die weiche, weiße Pracht,
während ich dann doch lieber den Schneeflöckchen
von der warmen Fensterbank aus zugesehen habe, denn so eine Erkältung möchte ich
nicht wieder
haben. Ich hatte ja gar keine Stimme mehr und mein Näschen tropfte auch ganz fürchterschrecklich!
Aber zum Glück und Dank der
fiesen Pillen, ist das jetzt erst mal ausgestanden und ich fühle mich viel
besser. Im Grunde, ist es aber auch im Haus gar nicht so schlecht, denn so
entgeht mir kein
Knisterpapierchen von all den kleinen Leckerchen, die unser Personal den Tag über so verpinselt.
Diese Knisterpapierchen sind
bitte vorschriftsgemäss zu kleinen Kügelchen zu formen, die ich dann
unter Ausübung lustiger Bocksprünge durch die Bude prügeln kann, bis sie dummerweise
unter
irgendeinem dämlich rumstehenden Schrank verschwinden.
Man spricht in diesem Zusammenhang ja auch gerne vom 'Wintersport'...
Auch Guido und Marion haben, trotz verschobener Dielenrenovierung, reichlich zu tun:
Während Marion nahezu ununterbrochen die tollsten Plätzchen
aus dem Ofen fischt, ist unser
Heimwerkerkönig auch in diesem Jahr für die sachgerechte Anbringung unserer Außenbeleuchtung
zuständig. Dabei rächt
es sich allerdings bitterlich, dass er die Lichterketten im letzten Januar mal
wieder achtlos in diverse Plastiktüten gestopft hat... So sieht man ihn also frierend
im Garten stehen,
während er mit klammen Fingern versucht, die beachtlichen Kabelklumpen zu entwirren. Um auch die
Nachbarschaft schon mal auf die besinnliche
und friedliche Weihnachtszeit einzustimmen, gibt er dabei
in unregelmässigen Abständen laut vorgetragene Adventsverse zum Besten:
"Mann!! Gleich platzt mir aber die Kapuze - verdammtes Lichterkettengesindel!!"
Um seine durchgefrorenen Extremitäten aufzutauen, erschien der stark angenervte Adventssinger
kurze Zeit später mitsamt Karimchen in der muppelig warmen Küche,
besah sich die Plätzchenberge
und belohnte die fleissige Marion mit einem freundlichen:
"Wer soll das denn alles essen? Über so viele Angehörige verfügen wir ja gar nicht!"
Marion stopfte dem miesepetrigen Chefbeleuchter einen warmen Vanillekipferl in den Mund und meinte:
"Ich hab Dich auch lieb, aber wenn ich heute Abend noch Blätter
auf der Wiese sehe, dann fahr ich
mit Dir Schlitten!" Erstaunlich schnell wurde es dem Heimwerkerkönig in der Küche zu heiß und er
verschwand kauend und grummelnd wieder im Garten...
Währenddessen, nutze Karim geschickt die entstandene Aufmerksamkeitslücke aus, um zweieinhalb
Spritzgebäck-Kekse auf vollkommen mysteriöse Weise verschinden zu lassen.
So gestärkt verkrümelte
er sich, sozusagen in Guidos Kielwasser, zurück in den immer noch blätterbedeckten und wenig
weihnachtlich beleuchteten Aussenbereich, um dort mit dem
Heimwerkerkönig durch konzentriertes
Schaffen die angedrohte nächtliche Schlittenfahrt zu vermeiden. Mir hingegen, wurde von Marion
netterweise der angeknabberte
Restkeks angeboten und ein prima Vanillekipferl obendrauf - wir Frauen
verstehen uns halt wortlos! Glücklicherweise machte die Herrenmannschaft in Birch House Gardens,
in Anbetracht der angedrohten Sanktionen, sowie der niedrigen Außentemperaturen, mittlerweile ganz
erstaunliche Fortschritte und mit Einbruch der Dämmerung, dämmerte unserem
Guido, dass er wohl
nochmal mit einem blauen Auge davongekommen war. Die Wiese war weitestgehend entblättert und
auch die Lichterketten leuchteten prachtvoll in der auserwählten
Tanne, am Gartenhäuschen und in den
Balkonkästen. Nach erfolgreicher Abnahme der Arbeiten durch die Dame des Hauses, wurde dem
Heimwerkerkönig ein Besuch des lokalen
Weihnachtsmarktes in Aussicht, und selbiger erst mal unter
die Dusche gestellt. Frisch gereinigt und schrittgepudert machte sich unser Guido wenig später mit
einer gut gelaunten Marion
auf den Weg zur Glühweinbude um dort die Unstimmigkeiten der letzten
Stunden im Alkohol zu ertränken.
Jetzt muss man wissen, dass die ortsansässige Freiwillige Feuerwehr direkt
neben der Glühweinhütte
einen gutgehenden Reibekuchenstand betreibt und diese Tätigkeit mit feierlich-vorweihnachtlicher
Karnevalsmusik zu untermalen pflegt!
Während unser Guido ein ausgemachter Weihnachtsmensch ist,
begann die von der Reibekuchenbraterei hinüberwabernde Karnevalsmusik Marions Körper intuitiv in
unübersehbare
Schunkelbewegungen zu versetzen.
"Man kann die Frau aus Köln entfernen - aber Köln nicht aus der Frau..." bemerkte ein leicht
resignierender Guido und bestellte sich noch einen Jagertee.
"Du lieber ein kaltes Kölsch?" frotzelte er
noch die beschwingt an seiner Seite wippende Marion an, die es jedoch vorzog erst mal was zu Essen.
Zwei Würstchen mit Fritten, ein Steakbrötchen und zwei Crepes + Grand Manier später, stand unser
Personal wieder bestens gelaunt auf der heimischen Fußmatte und wurde von Karim
und meiner Lieblichkeit laut schnurrend begrüßt. Dank einer von Guido installierten Zeitschaltuhr
erstrahlte Birch House Gardens bereits im kuscheligen Lichterschein und ganz von alleine
machte sich
plötzlich heimelige Weihnachtsstimmung breit. Nachdem es für den guten Karim und mich noch eine
angewärmte Scheibe gekochten Schinken gegeben hatte, setzte Marion
noch einen wirklich lecker
duftenden Glühwein auf und alle Bewohner von Birch House muppelten sich zufrieden um den Kamin.
Es dauerte nicht mehr wirklich lange, bis unser Personal
selig vor sich hin rüsselte und nur noch ab
und zu ein kleines Glühwein-Bäuerchen von sich gab, während ich mich mit meinem Katerkumpel auf
die warme Fensterbank legte und mit ihm
in die kalte Nacht hinaus spechtete. Jetzt wurde die
Vorweihnachtszeit tatsächlich ruhig und besinnlich - und sogar ein kleines bisschen romantisch...
Denn jetzt, wo ich meine Erkältung endlich los bin und mein liebliches Stimmchen wieder habe, kann
ich mich so richtig auf Weihnachten freuen und vielleicht bekomme ich ja auch von
meinem Karim
eine Kleinigkeit geschenkt?
Hach, wenn es doch schon Heiligabend wäre...
Klick mich an !
Wir wünschen auch Euch allen ein
wunderschönes, kuscheliges Weihnachtsfest!
Merry Christmas, Eure Lady Mandy

01.01.2009
Prost Neujahr - hier ist wieder der Karim!
Als Erstes ist es mir ein Bedürfnis, Euch allen ein glückliches, neues Jahr zu wünschen.
Mögen die, die kränkeln genesen und die Gesunden unter Euch es noch ganz, ganz lange bleiben!
An dieser Stelle darf ich auch feierlich den Gewinner des Mäusepups - James Herriot Adventskalender-
puzzles bekannt geben: Das Buch "Von Zweibeinern und Vierbeinern" ging an
: ... 'Die Fellbande'!
Herzlichen Glückwunsch von uns allen!
Nun, wie bereits angekündigt, meine 3. Neujahrsansprache zur Lage der Katzion:

Ahem - Also... Liebe Katzen, geschätzte Kater, wie soll man nur beginnen?
Ich frag erstmal so:
Lassen Sie es dieses Jahr endlich mal so richtig krachen, oder haben Sie etwa kein Geld mehr?
Ja... So mancher der damals über Sparbuchbesitzer laut gelacht hat, steht jetzt unerwartet da und
mault rum, dass sein ganzes Geld weg sei.
Hier kann ich Sie erstmal beruhigen: Ihr Geld ist nicht weg,
das hat halt jetzt einfach nur jemand anderer...
Sicher, für viele Sparer war das jetzt schon ein ziemlicher Schock zu erfahren, dass es bei einer
konservativen Anlage niemals sieben Prozent Zinsen geben kann,
auch wenn Ihnen damals der frisch
gelackte Anlageberater erzählt hat, dass das alles wirklich total sicher sei.
Mal ganz ehrlich: Wer glaubt, ein Bankangestellter würde Sie in Ihrem Interesse beraten, der glaubt
auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet...
Mit dem Vertrauen und dem Glauben ist es halt schwierig, aber das ist jetzt eigentlich keine neue
Entwicklung - das war schon immer so!
Gehen wir doch mal zurück ins Jahr 1912. Da glaubten auch sehr viele Menschen einem Reeder, dass
sein neuestes Schiff praktisch unsinkbar ist.
Das haben die damals einfach so geglaubt. Obwohl im
Grunde, hätte jeder wissen müssen, dass das nicht stimmen kann - auch wenn es so in der Zeitung
stand.
Doch damals wie heute, gefiel den Leuten die Idee so gut, dass sie gerne daran geglaubt haben.
Unsinkbare Schiffe sind doch toll, sieben Prozent Zinsen irgendwie auch!
Dieses Schiff hieß RMS Titanic und schrabbelte am 14. April 1912 so'n bisschen an einen Eisberg
entlang, riss sich dabei etliche Löcher in den spröden Rumpf und
machte das Unmögliche möglich:
Es begann zu sinken, und das auch noch auf seiner Jungfernfahrt. Damals hat man die Passagiere
der 3. Klasse, also sozusagen
die Kleinanleger, sofort im Bauch der Titanic eingeschlossen, damit die
bei der Rettung der Passagiere aus der 1. Klasse, also den Bankern und Brokern,
nicht lästig im Weg
rumstehen. Es kam so, wie es kommen musste: Die Passagiere der 3. Klasse gingen mit der Titanic im
Nordatlantik unter, während sich der
Geldadel in die wenigen Rettungsboote flüchtete und später von
der zur Hilfe kommenden RMS Carpathia nach New York gebracht wurde.
Dort gründeten sie im Laufe
der Zeit neue Banken, oder wurden erfolgreich an der Wall Street tätig. Und genau die Nachfahren
dieser Überlebenden, also die Banker und Broker,
erfanden Jahrzehnte später äußerst windige
Finanzgeschäfte, sie verkauften massenweise Dinge, die sie gar nicht besaßen oder verpackten faule Kredite in aufregend
klingende "Opportunity Funds". Dabei steckt der Hinweis ja schon im Namen: Opportunity heißt Gelegenheit, da kann also gelegentlich auch mal was schief gehen...
Endlich hatte man eine Möglichkeit gefunden, auch von fallenden Börsenkursen noch zu profitieren!
Das Blöde an diesen ganzen Geschäften, ist allerdings die Tatsache, dass man Geld macht, nicht aber
Geld verdient. Normalerweise steht jeder Bezahlung ein Gegenwert
gegenüber, sei es eine Dienst-
leistung oder eben ein Gegenstand, der einen gewissen Wert besitzt. Diesen eher lästigen Teil des
Geschäftemachens haben die Banker
der Bequemlichkeit zuliebe aber einfach weggelassen - Geld gab
es ja auch ohne Gegenwerte in Hülle und Fülle. Das ist genau so, als wenn Sie einfach neues Geld
drucken, wenn Sie glauben mehr gebrauchen zu können. Das Ergebnis ist immer das Gleiche:
Inflation, das ganze schöne Geld ist plötzlich nix mehr wert.
Das wussten die Fondsmanager
und Banker natürlich ganz genau, haben sich aber gesagt, eh das
auffliegt, sitzen wir steinreich auf Mauritius und haben ausgesorgt. Und man muss schon zugeben,
bei vielen hat das auch geklappt! Aber jetzt wo die ganze Blase geplatzt ist, sind natürlich viele
Nachwuchsbanker echt gekniffen, weil die einfach zu spät dran waren.
Die sitzen nämlich heute mit
gegelten Haaren in der Filiale Ihrer Hausbank und wollen Ihnen bei einem Tässchen lauwarmem Kaffee
eine todsichere Anlage für Ihr Geld
andrehen - mit sieben Prozent Zinsen...
Dabei hätten die Banken von den Kirchen noch einiges lernen können. Denn die Kirche hat seit 2000
Jahren dasselbe Problem - sie muss was verkaufen, was noch nie
jemand gesehen hat, aber das ist ein
anderes Thema. Nachdem uns also die ganze Kacke so richtig schön um die Ohren geflogen ist, merkte
der Staat natürlich irgendwann,
dass das so nicht weitergehen kann. Jetzt hätte man natürlich sagen
können, die Kleinanleger sind von den Banken hinterlistig übers Ohr gehauen worden, die haben
teilweise ihre komplette Altersvorsorge verloren, dafür stehen wir als Staat jetzt ausnahmsweise mal
gerade und nehmen auch die Banken endlich mal an die Kandarre.
Doch dann hätte Frau Merkel ja nicht gewusst, ob Sie mit dem Geld nicht wieder irgendeinen Blödsinn
machen, deshalb gibt man die vielen Milliarden lieber den
Landesbanken, die bei den ganzen halb-
seidenen Geschäften praktisch federführend mitgemischt haben. Aber so kann der Staat wenigstens
sicher sein, dass mit dem
Geld der Steuerzahler kein Quatsch gemacht wird, das wird in den Lands-
banken ordnungsgemäß geschreddert...
Merken Sie was? Genau genommen, hat sich nichts geändert, alles genau so wie 1912 beim Untergang
der Titanic!
Liebe Kätzchen und hochgeschätzte Kater, ich hoffe mal, dass Euren Dosenöffnern sowas nicht passiert
ist, aber das dicke Ende kommt noch, denn durch die Krise
sind wieder mal unzählige Arbeitsplätze
bedroht. Der maßlosen Gier in den Management-Etagen der Banken und der Industrie muss dringend
Einhalt geboten werden!
Der ehemalige Boss unseres Heimwerkerkönigs, und von diesem hochgeschätzte, Daniel Goeudevert
formulierte es in seinem kürzlich erschienenen Buch folgendermaßen:
"Die Seerose ist für mich das passende Bild für das Agieren eines Grossteils unseres Managements.
Der 'krautige Oberflächenwucherer' gilt als Meister der Selbstinszenierung, weil alle Voraussetzungen
seiner Schönheit unter Wasser verborgen bleiben. Doch die Idylle ist trügerisch. Sowohl die Seerosen
als auch viele Manager sind 'Starkzehrer'. Sie tendieren dazu, ihrem Untergrund so viele Nährstoffe zu
entziehen, dass sie ihren eigenen Lebensraum zu zerstören drohen."
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Aber ich drücke Euch alle Krallen, dass Euer Personal von fiesen Schicksalsschlägen verschont bleibt!
2009 wird mit Sicherheit ein sehr schwieriges Jahr für unser Land und für diese Katzion, aber
dennoch - oder gerade deswegen, sollten wir die Schwänzchen jetzt
nicht hängen lassen.
Denn wenn es Schlimm ist, kann es nur Besser werden!
Und Lasst Euch eines von einem erfahrenen Kater sagen:
Man hat erst verloren, wenn man aufgegeben hat...
Klick mich an !
Sincerely yours and a Happy New Year:
Euer Kistenkater Karim

01.02.2009
Juhuu - hier ist die Lady Mandy
!
Die Geschichte, die ich euch heute erzähle, begann eigentlich schon im Dezember letzten Jahres,
denn da machte sich unser Heimwerkerkönig
ganz brav auf den Weg zur zahnärztlichen
Vorsorgeuntersuchung. Während der Arzt unserem Guido so in die Futterluke spechtete, fiel ihm ein
Weisheitszahn auf, der nicht ganz unproblematisch aussah. Nach einem Röntgenbild stand fest:
Unter dem Zahn braut sich was zusammen!
"Machen wir besser einen Termin für Anfang Januar zur Zahnspende, Herr Becker!" meinte der
freundliche Fachmann. Der Heimwerkerkönig ahnte schon Übles
und durch geschicktes Taktieren mit
der terminvergebenden Arzthelferin, schaffte er es tatsächlich einen Termin erst am 29. Januar zu
bekommen. Doch d
iese gelungene Verzögerungstaktik sollte sich noch böse rächen...
Weihnachten und Silvester gingen ins Land und alles war schön. Gut, irgendwann war auch mal der
Urlaub zu Ende und das war dann weniger schön.
Unser Guido fuhr also morgens wieder ins Büro, um
seinen Beitrag zur Rettung der krisengeschüttelten Automobilindustrie zu leisten und
alles ging wieder
seinen geregelten und altbekannten Gang, bis zur Nacht von Sonntag auf Montag den 26.01.
So gegen 23:15 muppelte ich mich in den Arm meines bereits bettlägerigen Büchsenöffners und
schnurrte zufrieden und glücklich vor mich hin.
Normalerweise, würde es jetzt so ca.15 Minuten dauern,
bis der Heimwerkerkönig schläft wie ein Sack Muscheln, doch heute war er irgendwie unruhig!
Er brummelte missmutig rum, setzte sich für 5 Minuten auf, legte sich wieder hin, um sich nach wenigen
Minuten wieder hinzusetzten...
"Was'n das für'n Mist Mandy?" fragte er mich sichtlich beunruhigt. Die Sache war unübersehbar klar:
Fiese, dumpfe Zahnschmerzen - aber seltsamerweise nur im Liegen!
Sobald sich Guido in die Senkrechte begab, war alles wunderbar - legte er sich hin, tat's böse weh.
Nach einer weiteren Viertelstunde, reifte im klugen
Köpfchen unseres Heimwerkerkönigs die bittere
Erkenntnis heran: Im Stehen kann man nicht wirklich gut schlafen.
"Na jut dann... Komm Mandy, wir machen durch bis Morgen Früh!" flüsterte Guido mir zu und zog sich
wieder an. Leise verkrümelten wir uns aus dem
Schlafzimmer und Guido machte sich erst mal ein
Bierchen auf und auf eine seeehr lange Nacht gefasst. Für mich als nachtaktives Tierchen war das ja
alles
kein Problem - ganz im Gegenteil, ich fands toll! Es wurde gespielt und geschmust, mein Bäuchlein
wurde ausgiebigst gekrault und es war überhaupt nicht
so langweilig, wie sonst wenn alle schlafen.
Mittlerweile war es wohl so 02:00 in der Nacht, als plötzlich, offensichtlich vom beleuchteten Fenster
angelockt,
meine liebe Freundin Tiffy auf der Balkonfußmatte hockte und um Einlass nachfragte.
Kaum war Tiffy anständig begrüßt und durchgeknuddelt, wurde der
kleinen, getigerten Dame ein
ausgiebiges Nachtmahl spendiert, welches sie auch dankbar und genüßlich verpinselte. Frisch gestärkt,
konnte Tiffy sofort
prima mitspielen und so wurden Gummis umhergeflitscht, Fellmäuschen geschubst
und Öhrchen geknuddelt bis der Morgen langsam hinter den Tannen
von Birch House Gardens
hervorkrabbelte.
So eine ganze Nacht mit Tiffy rumtoben ist wirklich eine feine Sache, die unbedingt wiederholt werden
sollte - fand ich!
Guido war sich da noch nicht so ganz sicher...
Der mittlerweile doch sichtlich angezählte Heimwerkerkönig machte sich erst mal einen starken Kaffee
und für Tiffy und mich gab es lecker Frühstück.
Nachdem die Näpfchen ausgeschleckt waren,
verabschiedete sich Frau Tiffy schnurrend um sich auf den Heimweg zu machen und Guido verschwand
erst mal
unter der Dusche. Wieder trocken, informierte er telefonisch seinen Chef, dass dieser heute
leider die Welt alleine retten muss und wählte anschließend reumütig
die Nummer seines Zahnarztes
um dort ein frühes Terminchen zu ergattern...
So langsam wurde ich doch ganz schön müde und rollte mich genüsslich für ein ausgiebiges Nickerchen
im Bett ein, während unser Büchsenöffner sich auf den
schweren Weg zum Schafott machte.
"Morgen Herr Becker - lassen Sie mich raten: Der Weisheitszahn?"
begrüßte der Zahnarzt den Heimwerkerkönig.
"Morgen Herr Doktor! Ja, aber grinsen Sie wenigstens nicht so selbstgefällig..." muffelte Guido zurück
und bestand darauf, mindestens ins Koma versetzt zu werden.
Eine unvergessliche, halbe Stunde
später, hielt der Zahnarzt die Quelle der Schlaflosigkeit triumphierend in seiner Zange und legte den
blutigen Übeltäter auf ein
kleines Tablett.
"Seh'n se Herr Becker, man muss auch mal nen Zahn zulegen können!" meinte er aufmunternd.
"Hie haben hut Hlödsinn hachen!" antwortete Guido mit offenem Mund...
Wieder Zuhause, nutzte er geschickt die noch anhaltende Narkose aus, um sich erst mal schmerzfrei
ins Bett zu legen.
Schnell muppelte ich mich, wie immer, in Guidos Arm und während ich noch vor
mich hin schnurrte, schlief der Heimwerkerkönig schon wie ein Sack Muscheln.
Das hat natürlich den Vorteil, dass er schon bald wieder topfit und bestens ausgeschlafen ist.
Ich könnte also nachher Frau Tiffy kurz mal fragen, ob sie
am Wochenende wieder zum Spielen und
Schmusen auf eine Ladies Night vorbeikommen möchte. Jetzt gilt es nur noch unser Personal davon zu
überzeugen, sich mit uns eine weitere Nacht um die Ohren zu schlagen.
Vielleicht sollte ich Guido diesbezüglich mal, nun ja...
auf den Zahn fühlen?
Klick mich an !
Also, immer schön hellwach bleiben:
Eure Lady Mandy

01.03.2009
Mahlzeit - hier ist wieder der Karim!
"Klick" machte der Radiowecker leise und dann plärrte es auch schon los:
"Mer losse d'r Dom in Köööölle..."
Schlagartig erfasste den Heimwerkerkönig das Morgengrauen mit aller Gewalt, ehe er auch nur ein
einziges Auge offen hatte!
Mit einem reflexartigen Schlag wurde das ungeliebte Gerät zum Schweigen
verdonnert und ein zerknirschter Guido blickte missmutig
im Raum umher. Wenigstens musste er nicht
zur Arbeit, denn der Kölner an sich hat an Rosenmontag automatisch frei - ob er will oder nicht!
Es sei denn, er ist bei einem der üblichen, seine Mitarbeiter bespitzelnden, Lebensmitteldiscounter
beschäftigt, aber die sind ja schon eher preußische Institutionen.
Somit schluffte unser Guido erst mal in die Küche, um den anwesenden Pelztierchen das Frühstück zu
servieren, musste dort aber festzustellen, dass alles
vorteilhafterweise schon erledigt worden war.
Jetzt lag die Vermutung nahe, dass diese Tätigkeit bereits von der karnevalistisch gekleideten Dame,
die im Badezimmer
gegen den Föhn ansang, ausgeführt wurde und so sprach Guido sie einfach mal
hinterrücks an, erntete allerdings keinerlei Reaktion?
Erst als er ihr die Pöppel aus den Ohren zog, wurde seine Anwesenheit bemerkt, während es aus den
Pöppeln lauthals schallte: Ja wenn et Trömmelche jeht, dann
stonn mer all parat...
"Moin, Becker mein Name, ich wohne hier! Sie sind Frau...?"
sprach Guido die Föhnerin an, die ihn im Prinzip, irgendwie an Marion erinnerte.
"Huhu - Ich geh gleich in Sinnersdorf den Zug gucken!!" antwortete die schöne Unbekannte und knipste
in einer nicht uneleganten Schunkelbewegung das tosende Haargebläse aus.
"Das ist gut - sehr gut..." meinte Guido und war irgendwie schon ein bisschen froh, als endlich keine
Karnevalsmusik mehr zu hören war. Jetzt muss man wissen:
Unser Guido ist das ganze Jahr über so bekloppt, dass der an Karneval einfach mal ne Pause braucht.
Ganz im Gegensatz zu Marion, ist der ganze Karnevalskram einfach nix für ihn!
Nachdem der Heimwerkerkönig die Ruhe genutzt hatte um den Bauch von Lady Mandy, sowie ihrer
Freundin Tiffy ausgiebig zu bekraulen, wurden mir noch die Öhrchen
geknuddelt, weil ich beim Bauch-
kraulen leider dazu neige, ganz plötzlich zuzubeißen und mit den Hinterpfoten an der Streichelhand
Fahrrad zu fahren.
Unter Berücksichtigung dieser Vorsichtsmaßnahmen, gelang es Guido die ganze
Geschichte ohne Blutverlust abzuwickeln und es stellte sich die Frage, was wir denn jetzt
mit dem
angebrochenen Tag so anfangen könnten. Während Marion sich also in ihrem Heimatdörfchen wohl
schon die Kamelle an den Kopf werfen ließ, verkrümelten sich
Lady Mandy und Frau Tiffy zu einem
ausgedehnten Schönheitsschläfchen in die Körbchen und ließen im Esszimmer eine unausgelastete
Männerwirtschaft zurück.
Mit weit in den Nacken geworfenem Kopf, schüttete sich der Heimwerkerkönig den Rest seines Kaffees
in den Schädel und erblickte an der Zimmerdecke einen sich unauffällig
im lauen Luftzug windenden
Spinnenfaden. "Jung, wir machen heute Frühjahrsputz - zumindest so'n bisschen!" meinte er plötzlich
zu mir und deutete mit dem Finger an die Decke.
Ich wollte noch darauf hinweisen, dass wir die
verantwortliche Spinne wohl kaum noch finden und zur Rede stellen können, aber da war Guido schon
zwecks Frühjahrsputz seiner
selbst unter der Dusche verschwunden. Kaum wieder trocken, fuchtelte
er auch schon mit einem regenbogenfarbenen Staubwedel mehr oder weniger ungelenk in der Gegend
herum
und schien sich in der Rolle des Meister Propper zusehends zu gefallen. Ehe ich auch nur
ansatzweise eingreifen konnte, wurden die Gardinen von den Fenstern demontiert und
verschwanden,
ohne weitere Diskussionen, mitsamt einem halben Pfund Backpulver in der Waschmaschine.
Endlich hatte auch ich meine Aufgabe gefunden und hockte mich
aufmerksam vor die Waschmaschine
um den ordnungsgemäßen Zustand des Ziehungsgerätes zu überwachen...
Das hört sich jetzt leichter an als es in Wirklichkeit ist, denn schon
nach kurzer Zeit fühlte ich mich, als
hätte ich auch Karneval gefeiert! Das ganze weiße Theater drehte sich abwechselnd links und rechts
herum und wurde nur durch eine einsame, schwarze
Socke des Heimwerkerkönigs kontrastreich im
Gesamtbild unterbrochen... Dieser hatte sich inzwischen entschlossen, mit dem Staubsauger im
Wohnzimmer Gassi zu
gehen und fluchte unüberhörbar über die nicht endende Masse an Katzenhaaren,
die laut seiner Aussage, durchaus reichen würde, um uns Pelznasen alle komplett neu einzukleiden.
Wie das ja bei putzenden Männern gerne so ist, war der Anfall dann doch relativ schnell vorbei und
Guido verkündete, dass es zur Belohnung Thunfischpizza für alle gibt!
Schon wurde der Backofen angeschmissen und die duftende Pizza lockte auch die inzwischen aus-
geschlafene Damenwelt aus ihren Körbchen hervor. Ich wechselte meinen
Beobachtungsposten vom
Fenster der Waschmaschine, zur Sichtscheibe des Ofens und überwachte mit hochgerecktem
Schnuppernäschen den Backvorgang unseres Mittagessens.
Vorteilhafterweise wurde es mir vom Beobachten der Pizza nicht so schwindelig wie von der Wäsche.
Nachdem ich den Bräunungsgrad unseres Essens für optimal hielt, wurde
aufgetischt und großzügig
Thunfisch vom Teig gepiddelt, bis alle Pelztierchen zufrieden waren. Den mehr oder weniger schäbigen
Rest spülte der Heimwerkerkönig mit einem
lecker Bierchen runter und die Welt in Birch House war in
bester Ordnung!
Für mich wurde es nun dringend Zeit, die hauseigenen Ländereien einer ausgiebigen Begehung zu
unterziehen und so machte ich mich über die Mäusepupsrampe auf den Weg in den Garten.
Frau Mandy und Frau Tiffy schubsten noch ein bisschen Silberpapierkügelchen
übers frisch enthaarte
Parkett und beschlossen, dass es nun Zeit für ein ausgiebiges Verdauungsschläfchen sei. Nur unser
Putzteufel Guido raffte sich noch auf und versuchte sich am
Wiederaufhängen der Gardinen, wobei er
mehr oder weniger, einem orientierungslosen Geist glich...
Glücklichweise tauchte schon bald eine mit Strüßcher und Bonbons schwer beladene Marion auf, sah
den gardinenverhüllten Heimwerkerkönig, sah noch mal hin
und murmelte:
"Nie wieder Alkohol - ich seh echt schon Gespenster..."
Der verhüllte Guido kletterte lachend vom Stuhl und erbat weiblichen Beistand im Kampf mit dem doch
etwas unhandlichen Fensterschmuck.
Am Abend hingen endlich wieder alle Gardinen an den Fenstern,
an denen sie vorher mal gehangen hatten und es kehrte so ganz langsam wieder Ruhe ein.
Später ging der Heimwerkerkönig dann mal kurz ins Schlafzimmer, doch kaum zurück auf der Couch
fragte er Marion sichtlich irritiert:
"Das da im Schlafzimmer ne schwarze Socke über der Gardinenstange hängt, hat aber jetzt keine
tiefschürfende Bedeutung?"
Doch Marion meinte nur milde lächelnd: "Och...Nö."
Vermutlich geht unser Guido wohl noch heute davon aus, dass Marion in Anbetracht
der Wasch und Putzaktivitäten unserer Männerwirtschaft völlig von den Socken war.
Und es schadet ja eigentlich auch niemandem,
ihn in diesem Glauben zu lassen...

Diese Mäusepupsgeschichte widmen wir unserer lieben Freundin
Hannah von Grini, die ganz plötzlich über die Regenbogenbrücke ging.
Farewell Hannah, Du lebst in unseren Herzen weiter.
Klick mich an !
Also, immer schön sauber bleiben:
Euer Kistenkater Karim

Was vorher geschah! Was vorher geschah...
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