01.07.2007
Tach - hier ist wieder der Karim
!
So - jetzt isses ja wieder mal so weit und er wär dann da, der Sommer...
Gut, man merkt das jetzt nicht so direkt am Wetter, aber auf jedem Kalender war es ja immerhin
deutlich eingetragen!
Allerdings muss ich ganz ehrlich sagen, dass dieses ja irgendwie schon leicht
herbstliche Wetter auch so seine Vorteile hat:
Anstatt, wie sonst im Sommer üblich, nur schwitzig im Mobiliar festzukleben, sind alle Pelznasen und
auch das menschliche
Personal von Birch House bei den vorherrschenden Temperaturen wesentlich
aktiver und auch kreativer!
Es gibt ja auch wirklich wieder eine Menge zu erledigen! Mein mittlerweile
gar nicht mehr so wirklich kleiner Freund Teddy
macht inzwischen ja schon sein Katerabitur und dazu
gehört natürlich auch die Fachrichtung 'Jagen und Fangen von pelzigem Kleingetier'!
Als verantwortlicher Ausbildungsleiter bin ich natürlich stets um beste Schulungsverhältnisse bemüht
und nutzte einen regenfreien Nachmittag
um geeignetes Lehrmaterial zu organisieren. Als routinierter
Grenzschutzbeauftragter, Verteidigungsminister, Oberbrandmeister und Jagdbeauftragter
von Birch House Gardens natürlich eine klitzekleine Kleinigkeit für mich! Ein Viertelstündchen später
war ich wieder zurück und hatte ein prima
Kaninchenkind im Fang und setzte es vor dem staunenden
Teddy völlig unversehrt auf die Wiese. Gerade wollte ich mit dem Unterricht beginnen,
da erschien
Guido im Garten und wunderte sich über das kleine Tierchen, dass zwischen mir und Teddy verängstigt
in der Wiese kauerte.
"Neee - Karim, wie lieb, dass Du mir noch mal so ein schönes Geschenk
mitgebracht hast! Du bist ein juuter Jung - das wär aber wirklich nicht nötig gewesen!!"
meinte er begeistert, tätschelte lobend meinen Kopf und klaute uns einfach den kleinen Mümmelmann!
Ehe ich noch einwenden konnte, dass es sich hier eigentlich
nicht um ein Geschenk handelt, war er
auch schon mit unserem Kaninchen verschwunden! Teddy meinte nur leise beschwichtigend:
"Naja, wenn er halt so viel Freude dran hat..."
Da uns ja nun der 'Lehrkörper' abhanden gekommen war, beschloss ich, dass dann eben jetzt
Sommerferien sind und sagte zu Teddy: "Egal, komm wir gehen Blödsinn machen!"
Diese Idee fiel bei Teddy natürlich sofort auf fruchtbaren Boden und schon wenige Sekunden später
hechteten wir übermütig und ausgelassen den momentan zahlreich
vorhandenen Schmetterlingen
hinterher. Unser Guido machte sich inzwischen daran, den ziemlich gut beladenen Kirschbaum seiner
Früchtchen zu berauben, nachdem
er vorher noch schnell und klammheimlich unser Karnickel irgendwo
außerhalb unserer Reichweite versteckt haben muss, denn es war nirgendwo mehr zu sehen?
Ich fürchte ja fast, er hat es einfach wieder zurück zu seinen Eltern auf die benachbarte Kanichenwiese
gebracht. W
enn man mich fragt, dann gehört so ein Schmuckstück von Hasenkind doch viel eher im
Wohnzimmer in die Vitrine! Aber mich fragt ja leider keiner...
Jedenfalls füllte Guido mit glänzenden Augen einen ganzen Korb mit tiefroten Sauerkirschen, die wohl
schon wenig später wieder in einem großen Glas mit
braunem Zucker und reichlich Wodka
verschwinden werden, um unserem Personal, dann einige Monate später, die dunkle Jahreszeit
gründlich zu erhellen...
Man muss nämlich wissen, dass unser Personal schon im Sommer weit
vorausschauend für den kommenden Winter plant, denn nur durch diese strategisch
ausgeklügelte
Vorgehensweise ist die entsprechende Grundversorgung für lustige und muppelige Winterabende
sicherzustellen. Doch wer jetzt glaubt, die ganze
sommerliche Energie von Guido und Marion
beschränke sich auf die Herstellung geistreicher Kaltgetränke, liegt völlig falsch, denn darüber hinaus
entsannen die beiden
schon wieder ein neues Großprojekt für Birch House Gardens, welches noch in
diesem Sommer umgesetzt werden soll: Erinnert ihr euch noch an die große Tanne, die uns der
Sturm
Kyrill hinten links im Garten entwurzelt hat? Genau an dieser, zurzeit leider etwas unansehnlichen
Stelle, wird schon in einigen Wochen ein schmuckes
Gartenhäuschen stehen, welches nicht nur den
Rasenmäher beherbergen wird, sondern auch, ganz nach dem glänzenden Vorbild der
Hexenkätzchen,
als warmes
Übernachtungsquartier für arme Streuner ausgebaut wird. Das ist doch mal was!
Blöd für Guido ist jetzt natürlich, dass er erst einmal den abgesägten Baumstumpf
samt Wurzel aus der
Erde popeln muss, ehe es so richtig losgehen kann. Doch da kommt ihm ja das momentan doch noch
recht erfrischende Wetterchen sozusagen
transpirationshemmend entgegen.
Die so entstehende Wartezeit bis zum Baubeginn nutzen Lady Mandy und meine Prächtigkeit natürlich
schon für die ausgiebige Planung der Häuschen-Inneneinrichtung
und der Suche nach einer
ergonomisch günstigen Lage für die Katzenklappe. Allerdings sollte sich unser Personal jetzt natürlich
schon ein bisschen ranhalten,
denn immerhin muss ja auch noch ein Fundament gegossen und das
zukünftige 'Maison-Mandy' auf selbigem aufgebaut werden.
Unser Heimwerker-König Guido plant das Richtfest so für Ende August, also pünktlich zum Frühherbst
sollte dann alles fix und fertig sein, damit die Streuner bis zum Winter
noch etwas Zeit haben, den
neuen Unterschlupf auch zu entdecken. Auch für unser Eichhörnchen-Pärchen Ruby und Rubinio ist
schon bestens vorgesorgt:
An zwei Tannen haben Guido und Marion Eichhörnchen Futterhäuschen
aufgehängt und zum Kennenlernen für unsere Hörnchen schon mal mit Walnüssen befüllt, die auch
sofort und mit grosser Begeisterung verpinselt wurden. Fehlt eigentlich nur noch ein Kater-
Futterhäuschen, reichlich gefüllt mit so kleinen, leckeren Mäuschen für mich und meinen Kumpel
Teddy - das wär doch auch mal ne höchst sinnvolle Einrichtung...
Aber letztendlich liegt Lady Mandy und mir das neue Gartenhäuschen doch schon mehr am Herzen,
denn in Birch House Gardens gilt ja bekanntlich
der alte Heimwerkerspruch:
Schwingst du im Sommer deinen Hammer - gibt's im Winter keinen Katzenjammer...
Klick mich an !
In diesem Sinne:
Euer Bauleiter Karim

11.08.2007
Huhu - hier ist die Lady Mandy!
Mein Kistenkaterkumpel Karim hatte euch ja schon berichtet, dass in Birch House Gardens größere
Bauarbeiten
anstehen, da ja in einer Ecke unserer Ländereien ein prima Gartenhäuschen aufgebaut
werden soll. Doch am
geplanten Aufstellungsort, ragte ja leider noch immer der Baumstumpf unserer
umgekippten Tanne aus der Erde.
Zwecks Beseitigung dieses hölzernen Hindernisses, durchschritt
unser Guido, bepackt mit Spitzhacke und Spaten,
auch schon bald entschlossenen Fusses den
heimischen Garten um das Problem sozusagen an der Wurzel zu packen.
Frohen Mutes kämpfte er sich durch hemmungslos wucherndes Efeu bis zum Boden durch, um dann mit
grossem Elan die Hacke
in selbigen einzuschlagen. So hackte und buddelte er voller Tatendrang,
während die Sonne langsam ihrer Bahn folgte und die Stunden
dahingingen... Durchaus bemerkenswert
war dabei die Veränderung des Verhältnisses von Graben zu Fluchen über die Zeit:
Wurde am Anfang noch zu 90% gebuddelt und zu 10% geflucht - so kehrte sich dieses Verhältnis über
die Stunden fast vollkommen um!
Irgendwann erschien Marion mit einem kühlen Bierchen auf der
Wiese und fragte vorsichtig: "Sind die Wurzeln sehr lang?"
"Die gehn von hier bis... Düsseldorf, glaub ich..." keuchte Guido und kippte sich frustriert das Bierchen
in den Kopf.
Langsam keimte im eben erwähnten Köpfchen unseres Heimwerkerkönigs die bittere
Erkenntnis, dass er mit dieser Art der
Wurzelbehandlung nicht wirklich weiterkommen würde...
Hier war professionelle Hilfe von Nöten! Schon am nächsten Tag erschien deshalb ein
Trupp kräftig
gewachsener Gartenbauspezialisten, die unter ohrenbetäubendem Lärm, den Boden von Birch House
Gardens erbeben liessen!
Schon eine Stunde später, waren die soliden Herren mitsamt der
Tannenwurzel wieder verschwunden und Guido stand staunend vor einem mächtigen
Krater und fühlte
sich irgendwie schwach...
Nachdem er das Gefühl körperlicher Ohnmacht mit einem leckeren Bierchen erfolgreich runtergespült
hatte, erwachten wieder die Lebensgeister
in unserem Dosenöffner und er machte sich energiegeladen
an die Befüllung des beachtlichen Loches. Eine Stunde später sah man ihn schon
wie Rumpelstilzchen
euphorisch auf seinem vollendeten Werk rumspringen, um die frisch eingefüllte Erde erst mal anständig
zu verdichten...
"Sagen se mal Herr Becker, was ist das eigentlich fürn Zeugs das sie da trinken?" fragte der Nachbar
schon höchst amüsiert über den Zaun!
Von solchen Lästereien jedoch völlig unbeeindruckt, begann
Guido schon mit Massband und Messschnur die Umrisse des zukünftigen Fundaments,
in Form von vier
Holzpflöcken, im Erdreich zu manifestieren. "So - da küddet hin!" verkündete er stolz, während er
versuchte sich ein Pfund Erde aus
der Hose zu klopfen... Diesen Moment der Ruhe nutzte unser
Grenzschutzbeauftragter Karim sofort aus, um das frisch aufgeschüttete Erdreich noch schnell
mit einer
wohlplazierten Pinkelpfütze in sein territoriales Imperium einzugliedern.
"Jut jemacht Jung - das gehört alles uns!" meinte Guido anerkennend und
klopfte unserem getigerten
Grossgrundbesitzer väterlich auf den verlängerten Rücken. Karimchen schnurrte zufrieden und man
war sich einig, grossartiges
geleistet zu haben - jeder halt auf seine Weise...
Es dauerte nur zwei Tage, da wurde das frisch gewonnene Land allerdings schon wieder mit Spaten
und Schaufel umgewälzt, um ein gemütliches
Bettchen für eine beachtliche Menge frisch angemischten
Betons zu bilden. Nachdem dann mühevoll alles gut durchgerüttelt, wassergewogen und penibel glatt
gezogen war,
nahm sich Guido unseren stets präsenten Kistenkater mal zur Seite und sagte:
" Jung - ich muss mich jetzt auf Dich verlassen: Das ist alles frischer, weicher Beton - pass gut auf,
dass uns da keiner durchlatscht! Das ist sehr wichtig!" Voller Stolz auf das in ihn investierte Vertrauen,
positionierte sich unser kleiner Bauleiter unter den Tannen auf einem
weichen Haufen Rasenabschnitt
und bewachte das
Gartenhausfundament ab sofort mit weit aufgerissenen Argusaugen!
Dann senkte sich die warme Sommernacht über den langsam dahintrocknenden Beton und auch über
einen langsam dahindämmernden Karim...
Vom ersten Gesang der Blaumeise aus seinen Träumen gezwitschert, söggelte unser Karimchen am
nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe zur Baustelle hinüber und war
plötzlich mit einem Schlag
hellwach: Auf der ganzen Länge des Fundamentes zierten ca. 20 sauber abgeformte Katzenpfötchen
perlenschnurartig den mittlerweile festen Beton!
Ohne Frühstück nahm unser Verteidigungsminister unverzüglich die Ermittlungen auf und scheuchte
umgehend jeden in der näheren Umgebung vor sich hin schlummernden
Kater gnadenlos aus seinem
Nachtlager hoch. Doch wen er auch befragte, jeder der müden Nachtschwärmer beteuerte aufs
feierlichste seine absolute Unschuld.
Auch ein bis dato unbekannter, getigerter Kater war sich absolut
sicher, auf gar keinen Fall irgend etwas mit der Sache zu tun zu haben und begann mit Unschuldsmiene
gelangweilt seine erstaunlich schmutzigen Pfötchen zu putzen. Das er dabei dauernd kleine Beton-
klümpchen ausspuckte, wollte er aber auch als völlig normal verstanden wissen...
Da hatte er natürlich die Rechnung ohne Kommissar Karim gemacht: Der Fall war gelöst und der
unbekannte Kater ganz eindeutig als einer dieser weltweit gefürchteten
Fundamentalisten enttarnt!
Zu dumm, dass unser bewährter Komposthaufen, dem Fundament weichen musste, somit entging der
Täter einer sofortigen Vertreibung
nach Guano Bay und wurde nur mit der Auflage zur Aufrichtigkeit
der Ländereien verwiesen.
Glücklicherweise hatte Guido noch etwas Zement übrig und die Pfoten-
abdrücke waren schnell wieder ausgebessert, obwohl sie ja eigentlich doch ganz dekorativ aussahen.
Unser Karimchen war auf Grund seiner ausgezeichneten polizeilichen Ermittlungsarbeit natürlich
vollkommen rehabilitiert und darf auch weiterhin als Bauleiter
den Aufbau unseres Gartenhäuschens
überwachen, wo es doch jetzt erst so richtig spannend wird.
Aber davon wird er euch dann nächstes mal ja selber erzählen, falls er die Zeit findet unsere Baustelle
mal kurz aus den Augen zu lassen.
Wenigstens hat er eines schon mal ziemlich deutlich klargestellt:
Wer meint, er könnt Karim für dumm verkaufen,
kann hoffentlich verdammt schnell laufen...
Klick mich an !
Also, lieber immer schön ehrlich bleiben...
Eure Lady Mandy

01.09.2007
Tach zusammen - ich bin's wieder, der Karim!
Ja - liebe Pelzköppe, da ist es doch schon wieder September und der Sommer macht so langsam,
aber sicher, dem Herbst den Weg frei.
Wie ihr euch sicherlich noch erinnern könnt, habe ich ja in meiner Funktion als Bauleiter, Ende August
als Fertigstellungstermin für
unser Gartenhäuschen veranschlagt. Da man sich ja bekanntlich immer
auf mich verlassen kann, verkündige ich es hier schon mal vorweg: Fertig!!!
Gut, ganz so einfach war es dann doch nicht, ich musste unseren Guido schon schon ganz schön
trietzen und ihm immer wieder den Kalender vor die Nase halten.
Aber der Reihe nach:
Irgendwann parkte morgens ein riesiger LKW vor dem Eingang von Birch House und lud, unter
Zuhilfenahme eines praktischerweise mitgebrachten
Gabelstaplers, ein gigantisches Paket mit Holz auf
unserem Parkplatz ab. Nachdem Guido dem Fahrer des besagten LKW schweren Herzens all sein Gold
ausgehändigt hatte,
verschwand dieser wieder und wir beäugten fassungslos die riesige, folien-
verschweisste und bleischwere Palette voller Holzteile.
"Ähem - erwähnte ich schon, dass Du ganz schön Holz vor der Hütte hast?" grinste Guido frech zu
Marion hinüber, die unschuldig über den Rand ihres Kaffee-Eimers spechtete.
"Ja - und Du darfst es sogar auspacken und stundenlang dran rumfummeln..." konterte die Dame des
Hauses und verschluckte sich dabei vor Lachen am Kaffee!
"Herz, was willst Du mehr?" brabbelte Guido vor sich hin und popelte schon mal neugierig ein kleines
Loch in die Folienverpackung.
Wenig später war der Holzstapel schon von der hässlichen Folie befreit
und Guido machte sich daran die Einzelteile des zukünftigen 'Maison-Mandy' vorsichtig durch den
Rosenbogen zu fädeln und bis in die hinterste Ecke des Gartens zu schleppen. Selbstverständlich wurde
diese Tätigkeit von mir als verantwortlicher Bauleiter genauestens
beäugt und stets hockte ich ganz
oben auf dem sich im Garten auftürmenden Holzhaufen, alleine schon des besseren Überblicks wegen.
Das ich dabei jedesmal, wenn
Guido ein neues Bauteil abladen wollte ganz unglaublich im Weg war,
störte mich dabei natürlich nur sehr unerheblich.
Nachdem unser Heimwerkerkönig mich ca. 20 mal
vom Stapel gescheucht hatte, waren endlich alle Einzelteile im Garten aufgeschichtet und wurden erst
mal mit einer Plane
vor dem nächsten Regenguss in Sicherheit gebracht. Während Lady Mandy und
meine Stattlichkeit einen aufregenden Nachmittag unter der Plane verbrachten und uns die Zeit
damit
vertrieben, neugierig unter die selbige lunsende Nachbarskatzen zu erschrecken, hatte sich Guido mit
der Aufbauanleitung auf die Couch verzogen, um deren Inhalt
bei einem lecker Käffchen wissbegierig
zu inhalieren. Während sich das Gartenhäuschen vor dem geistigen Auge unseres Büchsenöffners
schon auf magische Weise
wie von selbst zusammensetzte, schlug sich der Akkuschrauber schon gierig
an der Steckdose den Bauch voll, um den Anstrengungen des folgenden Tages gewachsen zu sein.
Nach einer Nacht, in der Guido permanent unverständliches Zeugs wie: Giebelbalken, Bodenverlattung
oder Fettenwinkel murmelte, stellte Marion beim Frühstück unserem
verdutzten Heimwerker gegenüber
entschlossen klar: "Und nenn mich nie wieder 'Spaxschraube' - Freundchen!!"
Nachdem Guido hinter einem Nutella-Brötchen schutzsuchend seine Unschuld beteuert
und Besserung
gelobt hatte, konnte es auch schon los gehen: Bewaffnet mit allem, was der Keller an Werkzeug zu
bieten hat, betraten die Bewohner von Birch House das Schlachtfeld
und versuchten erst einmal
Ordnung in den wilden Haufen aus Balken, Bohlen Bretten und Latten zu bringen.
"Ha!! Ikea ist echt Kindergarten gegen sowas hier!" stellte Guido begeistert fest.
Lady Mandy und ich
beschäftigen uns derweil schon mal mit einer, zugegeben etwas groben, Vorsortierung der mit-
gelieferten Kleinteile und Schrauben...
Nachdem die Bodenbalken zweifelfrei als eben solche identifiziert waren, wurde nach kurzem Geplänkel
mit Winkel und Messschnur auch schon fleissig und lautstark drauflosgehämmert!
Der schlaftrunken über den Zaun spinksende Nachbar wurde mit einem fröhlichen: "Mein Gott,
schon so früh im Garten unterwegs?" begrüsst und ehe man sich versah, war der Boden
des Häuschens
zusammengenagelt und alle Nachbarn standen wohl inzwischen auch neben ihrer Matratze...
Einige gezielt in das Ensemble eindrehte Schrauben verliehen der Bodenkonstruktion zusätzliche
Stabilität und mit grosser Freude wurde festgestellt, das sie tatsächlich perfekt auf das Fundament
passte. Nachdem ich Guido, und er mir, ausgiebig zu unserer gelungen Vorarbeit
gratuliert hatte,
wurde die Bodenkonstruktion genauestens ausgerichtet und bombenfest mit dem Fundament verdübelt.
Einen kleinen Imbiss später, wurden auch schon die Seitenwände
vormontiert und während Guido mit
Händen, Füßen, Wasserwaage und Schraubzwingen alles positionierte, orgelte Marion beherzt die ersten
Schrauben in die aufgerichteten Wände.
Bald stand schon die erste Ecke und der Akkuschrauber lief
zur Höchstform auf, bis tatsächlich innerhalb einer Stunde alle Seitenwände angebracht waren.
Sofort verschafften sich Lady
Mandy und ich einen Eindruck von der Grösse des umbauten Raumes
und waren durchaus angetan. Während unser Personal unter aberteuerlichsten Verrenkungen die
Dachkonstruktion
montierte, machte ich es mir mit Mandy schon mal im Häuschen gemütlich und
überwachte sowohl die korrekte Anbringung der Fetten, wie auch die spaltfreie Montage der Dach-
verlattung.
Voller Vertrauen in die Festigkeit unseres Bauwerkes rutschte Guido bald bäuchlings auf
dem Dach herum und vernagelte fröhlich singend einige Quadratmeter Dachpappe um das werdende
'
Maison-Mandy' erst mal grundlegend abzudichten.
"Das unser Häuschen doch so extrem stabil ist, hätt ich gar nicht gedacht..." frotzelte Marion
nagelanreichend nach oben und erntete
nur ein zwischen nagelhaltenden Lippen hervorgepresstes:
"Ich phomm Dir gleich da phunter - Phrollein..."
Nachdem dann endlich die Dachpappe festgenagelt war, kam Guido tatsächlich wieder runter und das
Häuschen blieb tatsächlich immer noch stehen.
Voller Stolz auf das Erreichte, wurde die Türöffnung mit
der Plane verhangen und unser Bautrupp machte für heute Feierabend. Ich hingegen, blieb selbst-
verständlich noch im Häuschen
und hatte wieder mal einen Riesenspass, die neugierig unter der Plane
durchkrabbelnden Kater zu erschrecken - wirklich eine ausgesprochen tolle Sache, so ein Gartenhaus!
Als die Morgensonne die Ländereien von Birch House Gardens wieder in ein freundliches Licht tauchte,
waren alle Kater der Umgebung gründlich abgeschreckt und ich war irgendwie
unglaublich müde...
Nicht so allerdings unser Guido, der noch schnell die Türen montierte und anschliessend wieder
todesverachtend auf dem Dach verschwand, um dort reihenweise
Dachschindeln festzunageln.
Da unser Häuschen ja durchaus auch ganz praktischen Zwecken dienen soll, hatte der Heimwerker-
könig es sich in den Kopf gesetzt, unser Bauwerk auch
mit Licht und Stromanschlüssen zu versehen.
Dass sich das Gartenhaus in ca. 55 Meter Entfernung zum Sicherungskasten im Keller von Birch House
befindet, stufte er dabei als unvorteilhaft,
aber nicht als hinderlich ein: "Da leg ich schnell ein Erdkabel
im Panzerrohr + ne Sicherung und nen FI-Schalter ins Häuschen und dann isset auch schon schön!"
hatte er Marion noch
großspurig aufgeklärt - ein Klacks also, sozusagen...
Wie der Name ja schon vermuten lässt, gehört so ein Erdkabel allerdings in die Erde - und zwar 60 cm
tief! So begann er also zu graben - und
er grub - und grub - und grub - und wenn er nicht gestorben
ist... Vier Tage später war dann auch das Kabel verlegt, Lampen und Steckdosen angebracht , alles von
einem befreundeten Elektriker abgesegnet und unser Guido
schluffte sichtlich ermattet durch Birch
House Gardens um die 40 Meter lange Wunde in der Wiese mit Nachsaat-Rasen zu verarzten.
Aber es war tatsächlich geschafft:
Mit blasenverzierten Fingern
betätigte der Herr der Ströme vor versammelter Frau und Katzenschaft in
der Abenddämmerung feierlich den Schalter - und es ward Licht!
Marion ließ zur Feier des Tages noch einen Sektkorken
gegen die Stirn des Heimwerkerkönigs dotzen
und legte sich nach einem kurzem: "Oh-Tschuldigung!!" für fünf Minuten zum Lachen auf die Wiese.
Diesen Moment der Besinnlichkeit geschickt nutzend, kletterte ich pfeilschnell die benachbarte Tanne
hoch und positionierte mich mit einem geübten Sprung auf dem Giebel von '
Maison-Mandy' um dort mit
einem festlichen Richtmaunz die Bauarbeiten für beendet zu erklären.
In den nächsten Tagen wird dann auch die schon bestellte Katzenklappe an einer wettergeschützten
Stelle montiert und dann kann der Herbst ruhig kommen,
denn Dank meiner fleißigen Mitarbeiter
habe ich wieder mal allen bewiesen,
aus was für einem Holz ich geschnitzt bin....
Klick mich an !
Dann lasst Euch mal nicht auf den Holzweg locken...
Euer Bauleiter Karim

01.10.2007
Kuckuck - hier ist die Lady Mandy!
Ist euch auch schon aufgefallen, dass es schon wieder ganz schön früh dunkel wird?
Es ist ganz eindeutig Herbst geworden und der Wind weht auch schon fleißig Blätter über unsere
Ländereien.
Sie ist wieder da, die muppelige Zeit der kleinen Teelichter, die die Räume von Birch House
in ein kuscheliges Licht tauchen,
wenn man sich zufrieden schnurrend den Pelzbauch kraulen lässt.
Alle größeren Bauarbeiten im Garten sind abgeschlossen und
auch das 'Maison-Mandy' ist soweit
bezugsfertig. Ob es jetzt an der ungewohnten Katzenklappe oder an den noch erträglichen Nacht-
Temperaturen liegt, aber bisher hat sich leider kein Untermieter wirklich für unser komfortables
Gartenhäuschen gefunden.
Allerdings gibt es einen brandheißen Kandidaten: Es handelt sich um einen,
uns schon länger bekannten, grau-weiß getigerten Kater,
der mittlerweile regelmäßig das Futterangebot
auf unserem Balkon in Anspruch nimmt und auch so manche Nacht auf dem weichen
Kissen meines
Liegestuhls verbracht hat. Leider ist das gute Katerchen extrem scheu und ergreift sofort die Flucht,
wenn man sich näher
als einen Meter an ihn heran traut. Doch wir sind sehr optimistisch, dass der
freundliche Herr in den nächsten Wochen etwas zutraulicher
wird und dann auch eventuell von den
Vorzügen unserer neuen Winterpension im Gartenhäuschen zu überzeugen ist.
Während unser Personal also damit beschäftigt war, dass Vertrauen des Fütterkaters zu gewinnen,
wurde mein Kistenkaterkumpel
Karim allerdings von offensichtlich unwiderstehlichen Kräften magisch
gelenkt und paralysiert, denn es war mal wieder soweit:
Vollmond über Birch House!
Zur gleichen Zeit, als ich mir genüsslich im warmen Wohnzimmer die Öhrchen knuddeln ließ, war
Karimchen durch nichts in Haus
und Körbchen zu halten. Viel lieber hockte sich draußen in der Nacht
auf den Balkontisch und starrte stundenlang mit verklärtem Blick
den riesigen Mond an.
Ich weiß ja leider nicht so wirklich, was in diesen Nächten in ihm vorgeht, aber irgendeine ganz
spezielle Wirkung muss der Mond
auf unser Männelein haben, denn sonst ist er immer sehr beschäftigt
und nie so umwerfend romantisch wie in diesen Vollmondnächten:
Ich wollte eigentlich nur mal kurz nach dem Rechten sehen und etwas Luft schnappen und so sprang
nichts ahnend zu meinem
Verteidigungsminister auf den Balkontisch. Ohne seinen Blick vom
leuchtenden Planeten abzuwenden schnurrte Karimchen mir zu:
"Ach Mandy, könnte ich den Mond satteln, dann würden wir auf ihm durch den Himmel reiten bis die
Sterne verglühen..."
Trotz der ganz schön frischen Luft, blieb mir dann doch schlichtweg der Atem weg!
Nur gut, dass man durch mein dichtes Fellchen nicht sehen konnte, dass ich ganz schön verlegen und
rot wurde!
Liebevoll stubste ich mein poetisches Katerlein ans Öhrchen und so wir saßen noch eine
Weile leise schnurrend, dicht nebeneinander
in der hellen Nacht. Aus meinem einst ungestümen
Freundchen war mittlerweile wirklich ein stattlicher und kluger Gentlekater geworden,
auf den man mit
Fug und Recht stolz sein konnte.
Doch leider war es jetzt an der Zeit für Karimchens nächtliche Dröselmarkierungsrunde
und so tapste
mein romantischer Kistenkater die Mäusepupsrampe hinunter und verschwand in der Nacht.
Wenig später erschien auch schon der Fütterkater auf dem Balkon und schlemmte sich
gierig das Abendnäpfchen ins leere Bäuchlein,
um sich unmittelbar danach gemütlich auf meinen
Liegestuhl einzurollen.
Kurz bevor ich in dieser ganz besonderen Nacht ins Körbchen ging, hüpfte ich nochmal auf die
Fensterbank und spechte in die
monderleuchteten Ländereien von Birch House Gardens. Da sah ich
mein Kistenkaterchen auf dem Dach des Gartenhäuschens
sitzen und wieder den Mond anstarren und
ich war mir ganz sicher, dass er es irgenwann schaffen wird den Mond zu satteln...
Und ganz bestimmt wird Karim vom Dach des Häuschens aus gesehen haben, dass am
Vollmondhimmel plötzlich
ein kleiner, heller Stern mehr leuchtet. Denn dieser Stern
leuchtet ab sofort für unseren langjährigen und
sehr guten Freund Jaydee,
den Chef der
Hexenbande, den wir nie vergessen werden und
dem wir diese Pupsgeschichte widmen möchten.
Klick mich an !
Ich wünsche Euch romantische Nächte:
Eure Lady Mandy

01.11.2007
Tach zusammen - hier ist der Karim!
Also ich muss ja schon sagen, diesmal war es wirklich ganz schön knapp!
Ich habe ja schon fast nicht mehr daran geglaubt, dass irgendjemand Lady Mandy und meine
Prächtigkeit aus diesem verdammt gruseligen
Spukhaus retten wird, in das wir uns ja mal wieder
verlaufen hatten. Doch zum Glück haben die
Hexenkätzchen nicht aufgegeben und unermüdlich nach
unserem Aufenthaltsort gefahndet. Sie haben uns dann letztendlich doch noch in Schottland auf
"
Ecclesgreig Castle" oder "Ecclesgreig House" gefunden.
Kaum glücklich zurück in Kölle, machte ich sofort eine ausgiebige Kontroll- und Bedröselungsrunde
durch die so vertrauten Ländereien von Birch House Gardens.
Ich durchschnuffelte alle Büsche und
Bäume und forderte dabei meiner Blase Höchstleistungen ab, bis mein komplettes Revier pipimässig
wieder korrekt eingzäunt war.
Derart erleichtert, überzeugte ich mich vom ordnungsgemäßen Zustand
der Bausubstanz unseres 'Maison Mandy' und stellte weiterhin fest, dass unsere riesige Birke wieder
mal ihr Sommerkleidchen auszog und selbiges großzügig in der Gegend verstreute. Das war natürlich
eine ganz ausgezeichenete Gelegenheit, meinen Lehrling Teddy
in die hohe Kunst des Blätterfangens
einzuweisen. Ich musste auch gar nicht lange suchen, um meinen jugendlichen Kumpel auf einem
Rasenabschnitthaufen friedlich
dösend vorzufinden. Wissbegierig, wie er nun mal ist, flitze Teddy auch
sofort mit mir zur Birke und beäugte spitzbübig die umherfliegenden Blätter.
"Jung - die müssen wir alle dringend fangen, also jetzt mal hopp hier!" maunzte ich Teddy zu! Der ließ
sich natürlich nicht zweimal bitten und schon hechteten wir wie die Verrückten
über die Wiese. Erstaunlicherweise, kam Teddy plötzlich zu mir gerannt und behauptete doch glatt ein lebendes Blatt
gefangen zu haben: "Muck mal, mas ich hier mabe!"
meinte er mit vollem Schnäuzchen zu mir und ich
sah sofort mal nach, was er da zappelndes zwischen seinen Zähnchen festhielt.
"Jung - das ist kein Blatt, das ist eine
Libelle! - die sind aber eigentlich ganz lecker!" klärte ich mein
vom Jagdglück verwöhntes Kumpelchen auf. Leider hatte Teddy nicht wirklich eine Vorstellung,
was
denn eine Libelle ist, aber das war ihm offentichtlich auch ziemlich egal, denn er meinte nur kurz:
"Aber jetzt zerbeiss ich's!"
So gestärkt, machte er sich sofort wieder daran, mit mir den fallenden Blätter hinterherzuhechten und
berührte, vor lauter Eifer und Freude über unseren herbstlichen
Lehrgang, den Boden fast nur noch
sporadisch.
Jetzt hatte sich unser Personal ja in diesem Jahr mal so richtig Mühe gemacht, unsere Wiese vom Moos
zu befreien und wieder in einen satten, grünen Teppich zu
verzaubern. Das hat eigentlich auch ganz
gut geklappt, doch jetzt drohte das fallende Laub die Wiese beim nächsten Regen wieder in einen
beige-braunen Sumpf zu
verwandeln. Um genau dieses zu verhindern, hatte Marion beschlossen, dass
unser Heimwerkerkönig sich doch mal mit dem zusammenrechen der Blätter befassen möge.
Da die Beiden sich ja nun doch schon was länger kennen, wusste Marion auch ganz genau, wie sie
unserem Büchsenöffener die Sache verkaufen musste und verkündete
lauthals im ganzen Haus: "Samstag mach ich Glühwein - den gibt's dann im Garten beim Blätter rechen!" Sekunden später tönte
es auch schon aus dem Bastelkeller nach oben:
"Glühwein? Im Garten lecker zechen? Klasse!!" Damit war die Sache dann wohl abgemacht...
Jetzt muss man wissen, dass Marion nicht irgendeinen Discounter-Glühwein besorgt hatte, sondern
liebervoll ein allerfeinstes Tröpfchen aus gutem Rotwein, Orangen,
vielen Gewürzen und Amaretto
selbst zusammengebraut hatte, welches nicht nur hervorragend schmeckte, sondern auch über wirklich
beachtliche Umdrehungen verfügte!
So stapften die beiden dann am Samstag mit dem Glühweinkocher und grossen Bechern ausgerüstet
fröhlich zum Gartenhäuschen. Schnell war der Topf an den
ja vorteilhafterweise vorhandenen Strom
angeschlossen und schon begann er den köstlich duftenden 'Brandbeschleuniger' zu erhitzen.
Doch plötzlich drückte Marion dem
völlig verdutzen Heimwerkerkönig den hinter ihr gelagerten Rechen
in die Hand und lächelte triumphierend. Die Botschaft war eindeutig, dennoch versuchte unser Guido
noch mit einem verzweifelten: "Och - ist der neu? Schön!" der ausweglosen Situation zu entkommen. Doch dann geschah das, was jeder Mann fürchtet wie Pest und Cholera:
Ihn traf 'Der Blick'. Genau jener Blick einer Fau, der einem Mann unmissverständlich klarmacht, dass
genau jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht ist!
Wenig später sah man Guido auch schon fleissig die Blätter zu grossen Haufen zusammenscharren,
allerdings unterbrochen von zahlreichen kleinen Pausen, in denen
die Beiden sich begeistert den
leckeren Glühwein in den Kopf kippten... Diese Pausen nutzten Teddy und meine Stattlichkeit
selbstverständlich dazu, um mit Anlauf in die tollen
Blätterhaufen zu springen - eine wirklich
überzeugende Art der Freizeitgestaltung. Auch Lady Mandy fand an den Blätterbergen sofort grosses
Gefallen und sicherte sich
einen schönen Aussichtsposten auf dem höchsten Laubhaufen, um unserem
wilden Treiben mit majestätischer Ruhe zusehen zu können.
Nachdem die meisten Blätter von mir und Teddy wieder gleichmässig im Garten verteilt waren, fing
Guido halt wieder von vorne an, natürlich nicht ohne zwischendurch
wieder ein Tässchen Glühwein zu
verköstigen...
Irgendwann wurde es natürlich auch mal dunkel und unser sich leise kichernd auf den schon bedenklich
verbogenen Rechen
stützender Guido hatte mehr Mühe mit dem aufrechten Gang, als mit den immer
noch umherfliegenden Blättern. Auch Marion war mittlerweile offensichtlich allerbester Laune
und
summte abwechselnd Karnevals und Weihnachtslieder...
Irgendwann beschloss man im Schein der Gartenhauslampe, dass das alles nun so fertig sei und
hangelte sich
am Jägerzaun mühsam zurück ins Haus. Kaum im warmen Wohnzimmer angekommen,
waren wir uns alle einig, dass Gartenarbeit wirklich eine feine und gesunde Sache ist -
so lange man
nur darauf achtet, den entstanden Flüssigkeitsverlust sofort wieder auszugleichen.
Ich gehe also jetzt mal davon aus, dass unser Personal auch in den nächsten Wochen dafür Sorge
tragen wird, dass unser Rasen in einwandfreiem Zustand bleibt und
denke werden wir alle noch jede
Menge Spass im Garten haben - denn irgendwann müssen die Blätter ja doch mal von der Wiese
verschwinden.
Aber möglicherweise, läuft es ja auch wieder so, wie in all den Jahren vorher und eine
schöne, weisse Schneeschicht
deckt den matschigen Blätterteig
irgendwann ganz leise und gnädig zu.
Klick mich an !
Tja, das nennt man wohl 'Mangelnde Rechenleistung':
Euer Kistenkater Karim

01.12.2007
Hohoho - hier ist die Lady Mandy!
Also, ich muss ja zugeben, dass ich ernsthaft begeistert bin, denn neuerdings durchziehen wohlige
Gerüche die Räume von Birch House:
Es riecht nach frisch gebackenen Plätzchen und Kuchen, nach
Glühwein, Vanille und Zimt. Endlich ist es wieder soweit, die kuschelige Adventszeit ist da!
Auch Karim ist ganz aus der Kiste vor Freude, dass es jetzt wieder prima Spekulatius sowie sonstiges
Backwerk zu verköstigen gibt und läuft nur noch mit hochgerecktem
Näschen schnuppernd durch die
Gegend. Unser Guido sitzt währenddessen leicht verzweifelt in einem riesigen Kneul aus Lichterketten
und ist sich ganz sicher, dass er das
alles noch irgendwie vor Silvester entwirren kann.
Damit das ganze Lichtergedöns dann auch gut zur Geltung kommt, werden unter leisen Flüchen sogar
alle Fenster geputzt
und der Kaminsims schon mal für die grosse Tannengirlande freigeräumt.
Auch unser leider immer noch sehr scheuer Fütterkater kommt so langsam in vorweihnachtliche
Stimmung, nachdem wir ihn in die Geheimnisse des kalorienintensiven Spekulierens eingewiesen
haben. Wenn's was zu Naschen gibt, ist er jetzt immer ganz vorne dabei und
seine lustigen Äugelchen
leuchten wie kleine, gelb-glänzende Christbaumkügelchen. Er ist leider immer noch nicht in unser,
mittlerweile sogar festlich beleuchtetes, Gartenhaus
eingezogen, sondern zieht es vor, in einer der zwei
Kuschelkisten auf unserem Balkon zu übernachten. Dadurch ist er natürlich immer sofort zur Stelle,
wenn Leckerchen verteilt
werden - gar nicht dumm dieses Katerchen...
Die ausgeprägte Naschlust unseres Fütterkaters wurde allerdings von Guido schon schamlos dazu
ausgenutzt, um ihm gut im
Leckerchen versteckt, eine Entwurmungspille unterzujubeln, denn er hatte
leider permanenten Durchfall und konnte, wie Guido es betont zurückhaltend ausdrückte:
"Vom dritten Stock in eine Weinflasche kacken."
Doch das ist zum Glück jetzt Vergangenheit und das
weiß-grau getigerte Bürschchen erfreut sich wieder eines festen Stuhlganges, den er ganz vorschrifts-
mässig in unseren
Blumenbeeten würdevoll zu beerdigen pflegt. Wir würden ihm ja zu gerne auch
einen Platz auf unserer beheizten Fensterbank anbieten, aber leider traut er sich immer noch nicht
zu uns ins Haus zu kommen, um sich dort mal in Ruhe aufzwärmen. Doch wenigstens ergreift er nicht
mehr die Flucht, wenn Guido oder Marion mit dem Futterschälchen zu ihm
auf den Balkon kommen
und wir werden auch nicht eher locker lassen, bis er irgendwann einsieht, dass er vor uns keine Angst
haben muss. Doch da wollen wir das liebe Katerchen
mal nicht hetzen, denn momentan haben wir
wirklich noch alle Hände und Pfötchen voll zu tun. Es müssen noch viele Geschenke verpackt, ein
Weihnachtsbaum besorgt und
geschmückt, viele Plätzchen ausgiebig getestet und dann plötzlich,
mangels Bestand, nochmal neu gebacken werden. Unser Guido ist ja eh der Ansicht, dass der Begriff
"Plätzchen" im Prinzip von "Platzen" kommt und es ist zu befürchten, dass er auch dieses Jahr nach
dem Heiligabendessen wieder sein mitternächtliches Weihnachtsgebet zum
Himmel schicken wird:
"Lieber Gott, gib mir ne Flasche Fernet Branca - dann kann ich singen wie Paul Anka..."
Damit sind wir auch schon beim Thema schlechthin,
denn jedes Jahr stellt sich den Freunden der
Weihnachtszeit, ja eine wirklich wichtige und elementare Frage, nämlich:
"Was essen wir eigentlich an Heiligabend?"
Auch unser Personal hockte eines Abends gemütlich beim Glühweinchen zusammen und suchte nach
einer wohlmundenden und nicht allzu arbeitsintensiven Lösung für diese
Problematik. Es ist jetzt leider
nicht überliefert, das wievielte Glühweinchen es denn mittlerweile so war, aber plötzlich wurde es
regelrecht hell im Zimmer, denn Guido hatte
eine helle Erleuchtung und göttliche Eingebung:
"Wir grillen!!" Gut, wir haben das dann alle erst mal so im Raum stehen lassen und schweigend
abgewartet was jetzt passiert...
Marion erlangte als erste ihre Fassung zurück und meinte nur kurz:
"Sag mal, wann haben wir bei Dir eigentlich zuletzt Fieber gemessen?" Doch Guido war von seinem
Geistesblitz nicht mehr abzubringen und so nach und nach gefiel auch Marion die eigenwillige Idee
immer besser. Irgendwann hob man letztendlich feierlich die Glühweinhumpen
und ratifizierte das erste
'Birch House-Xmas Barbecue'. Schon am nächsten Tag schleppte Guido massenweise Grillkohle an und
Marion kaufte sicherheitshalber schon mal
die Theke beim Metzger ihres Vertrauens leer, denn unser
Weihnachtsgrillen ist nicht nur für Zweibeiner gedacht, sondern auch für alle Kater und Katzen, die an
Heiligabend
draussen in der Kälte rumstreunen. Jedes Pelztierchen darf kommen und sich auf unserem
Balkon das Bäuchlein mit allerfeinstem, warmen Grillfleisch vollschlagen.
Meine Freundin Tiffy, der
Scharfe Schwarze, der Rote Baron, Frau Pinky von Gegenüber, der Fütterkater, Karims Freundchen
Teddy mit seiner Schwester Luna und, und, und...
Doch bis dahin sind es ja zum Glück noch ein paar Tage, und die wird unser Heimwerkerkönig auch
verdammt dringend brauchen, denn da wär noch immer diese Sache mit dem
Laub auf unserer Wiese -
eine Angelegenheit, die Marion noch vor Weihnachten erledigt sehen will, sonst gibts für den Herrn des
Hauses zu Weihnachten wieder "Den Blick" und
wohl möglich noch eine "Schöne Bescherung", denn das
Christkind sieht bekanntlich alles - auch die Blätter!
Allerdings geh ich ja schon davon aus, dass unser Büchsenöffner noch die Kurve, bzw. den Rechen
kriegt und wir alle ein friedliches
und traumhaftes Weihnachtsfest erleben werden. Denn es wird ganz
bestimmt wunderschön, wenn wir alle nachts um die warm glühende Kohle sitzen, lecker Grillfleisch
pinseln und
uns an den vielen satten Katzenbäuchlein erfreuen können.
Möglicherweise fängt es ja sogar noch ganz romantisch ein kleines bisschen zu schneien an und wenn
dann um 19:15 der
'Dicke Pitter' feierlich im ganzen Kölner Umland den Beginn der Weihnachtszeit
einläutet, dann werden alle Bewohner und Besucher von Birch House
glücklich, satt
und zufrieden sein.
Klick mich an !
Wir wünschen auch Euch allen ein
wunderschönes, kuscheliges Weihnachtsfest!
Merry Christmas, Eure Lady Mandy

01.01.2008
Prost Neujahr - hier wieder ist der Karim!
Verehrte Katzen - geschätzte Kater
, da ist das Jahr schon wieder rum - kaum brennt der Baum,
ist auch schon wieder alles vorbei.
Doch bevor jetzt alles wieder von vorne anfängt, darf ich an dieser
Stelle erst mal feierlich den Gewinner unseres
Adventskalenderpuzzles bekannt geben:
Das Buch "Der Tierarzt kommt" von James Herriot geht in diesem Jahr an:
Dusty, Lupo & Joy! Ganz herzlichen Glückwunsch von uns allen!
War das ein Jahr - oder? Es war so viel los: Energiekosten, Mindestlohndebatte, Bahnstreik,
Managergehälter und
dann auch noch der Aufschwung! Aber es wird ja alles besser, weil sich ja jetzt
unsere Politiker wenigstens mal künstlich
über die explodierenden Energiekosten aufregen!
Mehr kann man da wirklich nicht verlangen, denn die wollen doch alle noch bei
genau diesen Abzock-
Unternehmen einen Platz im Aufsichtsrat ergattern.
Da kann man nicht erwarten, dass den Worten auch
noch irgendwelche Taten folgen. Das muss dann so ausreichen...
Oder der Herr Mehdorn! Der bringt keinen Zug pünktlich von A nach B, fühlt sich aber befähigt, die
ganze Bahn an die Börse zu bringen, aber damit ist er ja auch schon wieder viel zu spät dran...
Das ist übrigens ne prima Sache, mit dem Börsengang der Bahn:
Die Bahn ist ja mehr oder weniger noch immer ein Staatsunternehmen
und gehört somit eigentlich
dem Deutschen Volk. Aber Dank Mehdorn und Tiefensee, dürfen sie sich dann bald durch teure
Aktienkäufe
an einem Unternehmen beteiligen, dass ihnen eigentlich längst gehört. Von wegen unfähige
Politiker, auf so eine bodenlose Frechheit muss man erst mal
kommen!!
Aber wer heute die Politik noch ernst nimmt, der ist es dann auch irgendwie selber schuld...
Erinnern sie sich noch, wie die Merkel gesagt hat:
"Der Aufschwung ist bei den Menschen angekommen!"
Da haben damals viele gedacht: "Ehrlich? Mensch, da hab ich ja gar nix von gemerkt, aber dann muss
der doch noch irgendwo hier
rumliegen? Moment, ich kuck noch mal nach..."
Und während die Leute sich gebückt haben, um beispielsweise hinterm Sofa nach
dem Aufschwung zu
suchen, Zack - klaute ihnen hinten einer das Portemonnaie aus der Hosentasche.
Das war der Steinbrück mit
der Mehrwertsteuererhöhung!
Der arbeitet ja da gewissermaßen mit der Merkel zusammen...
Aber die Merkel macht das ja immer so: Vorne blöd kucken und gleichzeitig hintenrum Fakten schaffen!
Das hat die noch vom Kohl so gelernt. Obwohl, man muss ja der Ehrlichkeit halber schon sagen, dass
manches besser geworden ist. Zum Beispiel gibt es jetzt viel mehr
extrem reiche Leute als noch in
2006 und Porsche erfreut sich einer noch nie dagewesenen Nachfrage.
Gut, es gibt auch viel mehr
extrem arme Leute als in 2006 und Hartz IV erfreut sich auch einer noch nie dagewesenen Nachfrage,
aber da können sie mal sehen, wie sehr man sich in der Politik um Ausgewogenheit bemüht hat.
Aber trotzdem sind viele Menschen
irgendwie noch immer unzufrieden und schimpfen auf den Staat,
die Globalisierung und vor allem auf den Kapitalismus.
Aber das ist so nicht ganz richtig, der
Kapitalismus ist im Prinzip nicht schlecht, wenn man ihn nur richtig betreibt. Erinnern wir uns doch mal,
früher gab es die beiden grossen Systeme Kapitalismus und Kommunismus. Wie war das noch mal:
Also, im Kapitalismus beutet der Mensch den Menschen aus und im Kommunismus war es dagegen
genau umgekehrt...
Aber das mit dem Kommunismus, dass hat sich ja mittlerweile von selbst erledigt.
Der Kampf der grossen Systeme lautet heute daher:
'Amerikanischer Kapitalismus' gegen 'Rheinischer Kapitalismus'!
Aber, beschäftigen wir uns doch erst mal mit dem Begriff 'System': Das Wort 'System' setzt sich ja
zusammen aus den Worten 'Sünde'
und 'Thema'. Wenn man also täglich sündigt, dann ist die Sünde
irgendwann kein Thema mehr, also ein System! Zinsen verlangen, dass
war früher eine grosse Sünde,
das war schlimmer als Fremdgehen! Das merken sie ja heute noch daran, wenn sie einem Freund 20
Euro
leihen und wollen eine Woche später 30 Euro zurückhaben, dann ist der sauer...
Dem überwiegend protestantischen Amerikaner war das
natürlich egal und so baute er seine ganze
Finanzwirtschaft auf der Sünde des Zinsenverlangens auf. Im katholischen Rheinland verlangen
die Banken natürlich mittlerweile auch Zinsen, aber dann gehen die Bänker eben hinterher zur Beichte
und dann ist das wieder gut!
Aber wie unterscheiden sich jetzt die beiden grossen Systeme voneinander? Also, der Amerikanische
Kapitalismus fußt auf der Lösung:
"Jeder ist seines Glückes Schmied - und wer kein Glück hat, hat eben Pech gehabt.".
Der Rheinische Kapitalismus hingegen, stimmt das fröhliche Liedchen an: "
Drink doch eine met, stell
Dich nit esu ahn! Du steihst he de janze Zick eröm, Häs de och kei Jeld, dat is janz ejal.
Drink doch met un kümmer dich nit dröm.
" Sie merken es schon, hier kommt, ganz entscheidend, die
soziale Komponente mit ins Spiel:
"Hast Du auch kein Geld, dass ist ganz egal. Trink doch mit und
kümmer Dich nicht drum." Im Rheinland wird also der sozial Schwache nicht an den Rand gedrängt, sondern
grosszügig, auf Kosten der Allgemeinheit, in die Gesellschaft integriert! So was kennt man in
Amerika ja überhaupt nicht - da würde man
den in der Bronx vertrocknen lassen!
Der gern zitierte Grundsatz "Leistung muss sich wieder lohnen." wird im Rheinland durch die
imaginäre
Gewissheit ersetzt: "Man muss erst mal jar nix!"
Man könnte auch sagen: "Lieber einen frisch gezapften Schluck, als schlecht bezahlten Leistungsdruck."
Der Rheinische Kapitalismus ist also folgerichtig in all den Ländern vertreten, die eine äusserst
hochentwickelte Sozialkultur haben - und
die liegen, fast wie zufällig, alle am Rhein - inklusive Boden-
see versteht sich: Schweiz, Österreich, Frankreich, Deutschland und Holland.
Gut, jetzt sagen sie vielleicht, was ist denn mit Norwegen, Schweden und Dänemark, die haben doch
auch alle eine hohe Sozialkultur?
Ja... Sehn se mal, der Rhein fliesst ja im Meer weiter! Man sieht das nur nicht mehr so gut, weil's Ufer
weg ist.
Der Rhein knickt hinter Holland im Meer scharf rechts ab, an England vorbei und stösst dann
quasi oben in Skandinavien so an den Fjord
dran! Also, Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark
gehören auch alle zum Rheinland - aber England oder Amerika eben nicht!
Man spricht ja in diesem Zusammenhang auch gerne von den sogenannten 'Anrheinerstaaten'.
Das sehen sie auch daran:
'Kopenhagen' heisst ja auf Deutsch 'Königswinter' - oder 'Göteborg' heisst
bei uns 'Bad Godesberg' - also, das ist auch alles Rheinland!
Natürlich stellt sich jetzt die Frage, wie soll denn da einer Geld verdienen, wenn man z. B. in der
Wirtschaft sein Bierchen zur Not auch
völlig umsonst bekommt? Nun, der Rheinländer kalkuliert da halt
folgendermassen, er sagt sich:
"Der Umsatz ist langfristig am Grössten, wenn alle mittrinken können!"
Und damit hat er zweifelsohne völlig Recht!
So erklärt sich dann auch der Begriff 'Wirtschaftssystem' plötzlich ganz von alleine...
Sie sehen also, der Kapitalismus an sich ist nicht das Problem - es kommt ganz entscheidend darauf an,
was man draus macht!
Deshalb, verehrte Katzen und respektierte Kater, sollten wir im Neuen Jahr vielleicht versuchen den
Kapitalismus etwas
Rheinischer zu gestalten. Denn nur dann, wenn wir auch denen, die es gerade nicht
so gut haben, sinngemäß ein Bierchen ausgeben,
dann kommt der Aufschwung wirklich irgendwann überall an!
In diesem Sinne:
Drink doch eine met...
Klick mich an !
Sincerely yours and a Happy New Year:
Euer Kistenkater Karim

Was vorher geschah! Was vorher geschah...
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